Ueber das Leitungsvermögen der phosphorescirenden Luft

Svante Arrhenius
1887 Annalen der Physik  
Leitunysvermoyen yhosl~horescireizner Lift. 545 Ueber das Le%tunjgsverm6gen. der p h osphores-c%remzdem L u f g ; v m S v a n t e A r r h e m i u s . (Der schwedischen Academie der Wiss. mitgetheilt den 14. Seljt. 1887.) (Ilierzu Tor. IV Fig. 1-8 1 1. Einleitung; Versuchsmethode. Die Versuche, woruber unten berichtet wird, sind im physikalischen Institut der Universitiit Wurzburg wahrend des Wintersemesters 1886-1887 ausgefiihrt. F u r die freundliche Unterstiitzung, welche mir dabei von Seiten
more » ... ir dabei von Seiten des Vorstandes dieses Instituts, Hrn. Prof. F r i e d r i c h K o h l r a u s c h , zu Theil geworden ist, erlaube ich mir hier meinen verbindlichsten Dank auszusprechen. Es war meine ursprungliche Absicht, die unten mitgetheilten Beobachtungen theilweise zu vervollstandigen, bevor ich sie verofientlichte; da aber wahrend der nach der Ausfiihrung meiner Persuche verflossenen Zeit sehr interessante Beobachtungen von den Herren A. S c h u s t er 1) und H e r t z 7 erschienen, die meine Ansichten besfatigen, so habe ich geglaubt, dass das urspriinglich vorhandene Beweismaterial fiir die Darstellung der Sachlage geniigend ist, und theile es also hier ohne neue Versuche mit. Bei der Untersuchung uber die Verhaltnisse beim Durchgang eines electrischen Stromes durch eine Gassaule liegt wohl die grosste Schwierigkeit darin, dass die Gase sich als vollkommene Isolatoren ftir kleine Potentialdifferenzen zeigen. Inzwischen hat Hit t o r f s) die Beobachtung gemacht, dass unter gewissen Umstiinden auch fur relath kleine Potentialdifferenzen eine GassiSule sich d s Leiter erweist.3 Er fand, dass, wenn ein Strom eine Gas-1) Schuster, Proc. Roy. Leider bat Hittorf in der citiiten Abhandlung keiiie Zahlen mitgetheilt, um seine Beobachtung zu bekrsftigenes wird nur bemerkt, dass unter einer electromotorischen Kraft von 100 (Bunsen-) Elementen Ann. d. Phys. n. Chem. N. F. SXXII. 35 546 S. Arrhenhs. silule in einer Richtung durchsetzt, sich diese (wohl sehr stark erwarmte) Gasstrecke als Leiter gegen eine relativ kleine electromotorische Kraft verhalt, welche die Electricitiit senkrecht zur Richtung des ersten Stromes hindurchzutreiben strebt. Obgleich diese Thatsache, dass eine Gasstrecke, die in einer Richtung leitend gemacht worden ist, auch in allen anderen Richtungen leitet , eigentlich nicht auffallend eigenthiimlich erscheint, so sind doch einige Phgsiker, W a r r e n d e la R u e und H u g o M u l l e r l ) , dagegen aufgetreten, indem sie gezeigt haben, dass dieses Phanomen in ganz anderer Weise erklart werden k a n a Nach ganz anderen Erwagungen, von welchen unten die Rede sein wird, hegte ich die Vermuthung, dass auch bestrahlte Korper unter Umstiinden ein Leitungsvermiigen zeigen, das ihnen im gewiihnlichen Sinne nicht zukommt. Bekanntlich werden mehrere Kijrper in dem Kathodenlichte fluorescirend 3, ganz als ob sie von intensivem, ultravioletten Licht bestrahlt wijSen, und dasselbe ist auch der Fall mit den Gasen nach E. Wiedemann'ss), Hittorf's*) und Hertz's) Untersuchungen. Die Einwendungen gegen Hit t orf's obengenannte Beobachtung fussen darauf, dass der in der zum Hauptstrom senkrechten Richtung gehende Secundarstrom (der nach Hi tt o r f von relativ kleinen Potentialdifferenzen herruhrt) maglicherweise eine Abzweigung des Hauptstromes sein kann, indem die beiden Strome theilweise gemeinsame Bahn haben. Diesen Einwand kann man dadurch beseitigen, dass man die der secundare Strom der electromotorischen Rraft proportional ist -, sodaas man aich keine rechte Vorstellung iiber die quantitative Seite der Ersoheinung bilden kann. Nachher hat H e r t z (Wied. Ann. 19. p. 814. 1883) gelegentlich anderer Versuche die Beobachtung gemacht, dass die Potentialdifferenz von 20 Leclanch&Elementen geniigt, urn im Kathodenlicht einen Lichtbogen m bilden. e = 40; H=l, i=34; H=2, i=57; B = 4 , i=94. 5. Druck = 1,2 mm. E . L: H = 2, i = 1581. R.l: H S 2; e=10, i=15; e=20, i=26; e=30, i=37; e=40, i=44. K . 2 : H = 2; e=40, i=2. R.4: H = 2; s=40, i=16. A . 1: H = 2; e=l($ i=18; e t 2 0 , i -2 6 ; e=30, i=39; e s . 4 0 , i=46. d .2: H = 2; e=20, i=6; e=40, i-10. d . 3 : H = 2; e=40, a-3. A .4: Ef-2; e=40, i=17. 6. Druck = 0,94 mm. K.l: H = 2; e=4, i=25; e=to, i=52; e=20, ie75; e=40, i=108. K. 1: e E: 4; H=1, i=26; H = 2 , i=25; H = 4 , i=24; e s 10; H=1, i=56; H = 2 , i=57; H = 4 , i=55. K. 1: e = 40; H=1, i=104; H = 2 , i-109; H=4, i=114. 1 . 2 : e s 40; X=1, i=5; H = 2 , i = 7 ; H=4, i = S . E . L: H = 1, i = 879; H = 2, i = 1751; H e 4, i = 3426.
doi:10.1002/andp.18872681203 fatcat:djfyzhgoz5fwtfwozen2gzeubm