ZM8 VORWORT

Walther Fuchs, Osamu Okuda, Fabienne Eggelhöfer
2020 Zenodo  
VORWORT Die achte Nummer der Zwitscher-Maschine wird eröffnet durch den Beitrag von Yubii Noda über die aquarellierten Schriftbilder, die Paul Klee 1916 nach chinesischen Gedichten schuf. Das Thema Ostasien wurde für Klee mitten im Ersten Weltkrieg zu einem Wegweiser des künstlerischen Erfolgs, der schliesslich 1919 zu seiner Berufung ans Weimarer Bauhaus führen sollte. Anlässlich des Bauhaus-Jubiläums 2019 veröffentlichen wir erstmals vollständig Stefan Wolpes musikalischen Eintrag in Lily
more » ... Eintrag in Lily Klees Gästebuch vom März 1924. Der junge Komponist studierte bei Johannes Itten und Paul Klee am Weimarer Bauhaus und begleitete, dem Wolpe-Spezialisten Austin Clarkson zufolge, als exzellenter Pianist Paul Klees Geigenspiel. Wolpes Klavierstück für Lily Klees Album bildet, so Thomas Gartmann in seinem Beitrag, »eines der wenigen musikalischen Zeugnisse« aus Wolpes Krisen- und Wendezeit um 1923/24. Im Auftrag der Zwitscher-Maschine spielte Hiroaki Ooï das Albumstück im November 2019 in Tokyo; eine Live-Videoaufnahme ist exklusiv für die ZM8 reserviert. Das Bauhaus feierte 1929/1930 mit der von Hannes Meyer organisierten Wanderausstellung sein zehnjähriges Bestehen. Anhand der Berichterstattung, insbesondere der lokalen Presse, zeichnet Burckhard Kieselbach die vielfältigen Reaktionen auf die Wanderschau nach und berücksichtigt dabei erstmals auch die Rezeption der Bauhaustapeten. Als Ergänzung dazu dokumentiert Osamu Okuda die Werke Klees, die im Kunstgewerbemuseum Zürich, der letzten Station der Bauhaus-Tournee, zu sehen waren. Jun Ishikawa erweitert mit seinem Beitrag »Bauhaus-Rezeption in Japan heute« den Resonanzraum des bauhaus imaginista – Forschungsprojektes, das– in einer Ausstellung über die globale Rezeptionsgeschichte Bauhauses kulminierte und bis Mitte Januar 2020 im Zentrum Paul Klee zu sehen war (mehr dazu www.bauhaus-imaginista.org). Kurt Mettler (1905–1930), Sohn einer begüterten St. Galler Textilhandelsfamilie eröffnete 1929 in Paris seine Galerie. Michael Baumgartne [...]
doi:10.5281/zenodo.3627912 fatcat:k5lmfhprnna6loxulkgvyf2rpe