Das verrückte Integral. Auguste Comte und das biozentrische Weltbild Raoul Francés

Dr. Erna Aescht
2014 Les Cahiers philosophiques de Strasbourg  
auguste Comte (1798-1857) und Raoul heinrich Francé (1874 -1943 hatten einen ungewöhnlichen (nicht-akademischen) zugang zu wissenschaft. Francé bezog sich in seiner biozentrischen Philosophie (lebensbezogene natur-und weltanschauung) immer wieder auf Comte und andere Positivisten. in entwicklungsprozessen sahen beide harmonie und ordnung gegenstrebiger vorgänge. konkrete wahrnehmung und experimente sind an Beobachtungen geknüpft, durchaus frei von metaphysischen Überhöhungen (Positivismus).
more » ... (Positivismus). obwohl sie den Fortschrittsoptimismus des 19. bzw. frühen 20. Jahrhunderts nicht teilen, sind sie doch unermüdliche Befürworter des Lebens in Mannigfaltigkeit und singularität. als ernst haeckel seine kunstformen der natur, hugo von hofmannsthal seine sonette, sigmund Freud seine traumdeutung und Max Planck seine Quantentheorie veröfentlichten, verabschiedete sich ein in wien geborener 25-jähriger naturforscher scheinbar von seiner Profession: Raoul Francé im Buch Der Wert der Wissenschaft. Francé erweiterte jedoch sein wirken so, dass ihn zeitgenossen als universalgelehrten ("ein kopf, der wissen erkundet und verbreitet" 1 ), gelehrtenkünstler (zur Federstrichtechnik 2 sh. unten) und zusammen mit einstein, Freud und Fabre als heilige der letzten tage 3 bezeichneten. 1 annie Francé-harrar, Raoul Henry Francé
doi:10.4000/cps.1222 fatcat:vzd34rnq35c4xcq4sghddymcmu