Ueber die directe Wanderung der Hydroxylgruppe von α- in γ-Stellung

E. Erlenmeyer
1903 Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft  
Die analog constituirte Phenyl-u-oxy-isocrotonsiiure wird unter Dieselbe Umlagerung ist auch hier anzunehmen. denselben Bedingungen in Benzylbrenztraubensaure verwandelt. Cs Ha. CH: C(C6 H5). CH (OH). CO OH ---+ Cs Hg . CH2. CH (Ctj HI). CO. CO OH. Die letatere Saure aber wird, wie viele Phenylbrenztraubensaurederivate, weiter wie folgt gespalten: Cg HJ . CHs. CH (Cs Hb). CO. CO OH + Hz 0 = CsHs.CHs.CHa.CeHa + COOH.COOH. Da keine der anderen denkbaren Constitutionsformeln diese beiden
more » ... se beiden Reactionen zu erklaren irn Stande ist, so halte ich die obige Forme1 fur bewiesen. Die ausfuhrliche Abhandlung folgt an anderem Orte. S t r a s s b u r g i. EIS., Chem. Institut von E r l e n m e y e r & K r e u t z . 180. E. E r l e n m e y e r jun.: Ueber die directe Wanderung der Hydroxylgruppe von a-in y-Stellung. (Eingegangen am 26. Februar 1903.) Nachdem in der voranstehenden Abhandlung gezeigt ist, dass der aus dem a-Oxodiphenylbutyrolacton erhaltenen Same , c 1 6 HI* OS, die Constitution: CsHa.CH: C(C,Hg).CH(OA).COOH, zukommt, darf man wohl annehmen, dass auch die aus den anderen u-Oxolactonen auf demselben Wege erhaltenen Sauren die analoge Constitution besitzen, umsomehr als dieselben alle in der gleichen Weise Brom addiren. Alle bisher beobachteten Sauren dieser Kategorie lassen sich durch Kochen mit Salzsiiure in isomere Sauren umwandeln, von denen in 3 Fkllen mit Sicherheit nachgewiesen ist, dass dieselben y-Ketonsauren sind. Alle a-Oxolactone aber, die bei der Reduction rnit Zinkstaub und Eisessig in 6, y-ungesattigte a-Hydroxysauren iibergehen, geben bei der Reduction mit Natriumamalgam a-Hydroxylactone. Wabrend nun alle bisher untersuchten ungesattigten Sauren durch Salzsaure in isomere Sauren, die der Analogie nach y-Ketonsauren sein mussten, umgelagert werden, liessen sich bereits in drei Fallen die a Hydroxylactone durch Salzsaure nicht in y-Ketonsauren verwandeln. Wenn es nun gelang, aus einem a-Oxolacton ein u-Hydroxylacton zu gewinnen, welches gegen Salzsaure bestandig ist, und wenn es weiter gelang, aus demselben a-Oxolacton durch Zinkstaub und Eisessig eine p, y-ungesattigte a-Hydroxysaure zu erhalten und von dieser in einwnrfsfreier Weise zu zeigen, dass dieselbe durch Kocheo mit Berichte d. D. chem. Gesellschaft. Jahrg. XXXV1. 60
doi:10.1002/cber.190303601191 fatcat:gg453sv6zzczdd7nndhqlwg3za