Thomas E.Keys, The History of Surgical Anesthesia with essays by K.Garth Huston, Chauncey D. Leake, Noel A. Gillespie, John F. Fulton. Robert E. Krieger Publ. Cy., Huntington, N. Y. 1978. XXX + 193 p., 43 ill. $ 9.50; Fr. 22.30

Erwin H. Ackerknecht
1979 Gesnerus  
mente war Professor in Valencia, ein Verehrer der Phrenologie, und versandete wissenschaftlich sehr schnell. Lorenzo Boscasa y Igual war vor allen Dingen ein sehr fleißiger Ubersetzer; er war Neohumoralist und bekleidete eine Stellung als Hofarzt. Mariano Lopez Mateos (1802-1863 war Professor in Granada und Valencia. Er hat sich sehr viel politisch betätigt und offizielle Positionen bekleidet. Der Autor referiert bezüglich der obengenannten Anatomen ihre Auffassungen über allgemeine Anatomie,
more » ... gemeine Anatomie, Histologie und deskriptive Anatomie, ferner über vergleichende Anatomie, Embryologie, chirurgische und topographische Anatomie und pathologische Anatomie, soweit sie auch diese Gebiete berücksichtigten. Es ist natürlich interessant zu sehen, was diese spanischen Kompilatorendenn etwas anderes waren sie nichtaus ihren Vorbildern (vor allem französischen) machten, aber außerhalb Spaniens wohl doch von geringerer Bedeutung. Der Autor beschäftigt sich auch mit der Nomenklatur der vier analysierten Anatomen. Er hat sehr viel schematische Tafeln beigesteuert. Warum er einige dieser Anatomen « Romantiker» nennt, ist mir unerfindlich. Aus den von ihm wiedergegebenen Äußerungen derselben ist nichts Romantisches zu ersehen. Es sollte daraufhingewiesen werden, daß die Firma Robert E.Krieger verdienstvollerweise einen Nachdruck der Ausgabe von 1963 dieses 1945 zuerst erschienenen Buches erstellt hat. Es ist noch immer die beste kurze Geschichte der Anästhesie. Nach einer kurzen Vorgeschichte der Anfänge bringt es die klassischen Ereignisse von Priestley bis Morton, die Entwicklungen auf dem Gebiet der Lokal-, Regional-und Spinalanästhesie sowie die intravenöse und endotracheale Anästhesie. Physiologische, pharmakologische und apparatemäßige Aspekte werden ebenfalls referiert. Ein kurzes, aber inhaltsreiches Vorwort von K. Garth Huston erwähnt die wichtigsten Neuentwicklungen nach 1963. Das Buch schließt mit einer Chronologie, zahlreichen Referenzfußnoten und, wie es beim Verfasser vorauszusehen warer war der Bibliothekar der Mayo-Foundation -, mit einer ausführlichen Bibliographie, welche sowohl nach Autoren wie nach Gegenständen angeordnet ist. Ein unentbehrliches Buch.
doi:10.1163/22977953-0360102016 fatcat:7gwzubvambb43nk22ipr6pxhfy