Die Beziehung gewisser Sarkome zu den Angiomen

D. v. Hansemann
1905 Journal of Cancer Research and Clinical Oncology  
Hierzu Tafel VII und VIII.) Wenn man einen Rtickblick auf die Geschichte der Sarkome wirft, so gewinnt man den Eindruck, dass yon ]eher unter diesem Namen die allerdiversesten Geschwulstbildungen verstanden wurden. Es ist das eine Tatsache, die allen~ die sich iiberhaupt mit Gesehwfilsten besch~ftigt habel b wohl bekannt ist~ und es sind deswegen schon seit langer Zeit u gemacht worden, aus der grossen Menge der Tumorm b die man mit dem Namen Sarkom belegt~ eharakteristisehe Formen
more » ... Formen he,'auszuheben und genauer zu analysieren. Wenn auf diese Weise auch in Wirk]iehkeit sehon eine ganze Reihe yon Geschwulstbildungen yon den Sarkomen abgesondert und in andere Rubriken untergebraeht wurden~ so z. B. die syphilitischen Gesehwiilste, die Gesehwfilste der Leuk~imie und tier Pseudoleuk~tmi% so kann es doch keinem Zweifel unterliegen~ dass auch heutzutage noch vielerlei unter dem INamen 8arkom geht, das keineswegs einheitlich ist. Wenn aueh manche solehe Unterschiede in der Gruppe der Careinome hervortreten, haben wir doch bei diesen eine viel festere Beziehung untereinander gewonnen und die Verh~iltnisse der einzelnen Formen zu einander, die yon demselben Gewebe ausgehen, mehr charakterisieren gelernt~ seit man erkannt hat~ class diese verschiedenen Formen~ die yon tin und demselben Gewebe ausgehen, in ihrer Grundgestaltung abh~tngen vonder mehr oder weniger stark hervortretenden anaplastischen Vergnderung der Parenchymzellen. In zahlreichen Arbeiten babe ieh mieh bemtiht~ zu zeigen, dass die versehiedenen Careinom% die yon einem Gewebe ausgehen, in ihren Formen Ueberg~nge erkennen lassen, die mit denen der geringsten Abweiehung yon dem Muttergewebe beginnen und mit den stgrksten Ab-weiehungen~ die keine Aehnlichkeit mehr mit dem Muttergewebe aufweismb endigen. So konnte z. B. gezeigt werden~ dass yon der Epidermis Cancroide
doi:10.1007/bf02076718 fatcat:jdreuc4wyneajaqqucyys5ldzm