Die Kontrastsonohysterographie als Methode der Uterus Cavum-Diagnostik

P. Schwärzler, H. Bösch, H. Concin
1994 Gynäkologisch-Geburtshilfliche Rundschau  
Ass. Dr. P. Schwärzler, Gynäkol.-geburtsh. Abt. LKH Bregenz, Carl-Pedenz-Straße 2, A-6900 Bregenz Die Kontrastsonohysterographie in der Form wie sie von uns durchgeführt wird stellt eine Erweiterung der Vaginosonographie dar. Es gelingt dabei durch Einbringung eines Kontrastmediums in das Cavum uteri zu einer deutlich verbesserten Darstellung der intracavitären Strukturen zu kommen. Diese ambulant durch-zuführende Untersuchungsmethode bringt ohne großen apparativen und zeitlichen Aufwand sowie
more » ... hne wesentliche Belastung fur die Patientinnen eine deutliche Verbesserung der Ultraschalldiagnostik. Material und Methodik Benötigtes Instrumentarium Schnabelspekulum, lange anatomische Pinzette, drei be-taisodonagetränkte Tupfer, Scheidentupfer, 5 mm im Durchmesser messender IVF-Embryonentransferkatheter, mit physiologischer Kochsalzlösung gefüllte 20 ml Spritze. Untersuchungsablauf Es wird zunächst die Portio uteri mit dem selbsthaltenden Schnabelspekulum eingestellt, anschließend nach Desinfizierung mit drei betaisodonagetränkten Scheidentupfern wird der dünnlumige Katheter vorsichtigt über den CK in das Cavum uteri vorgeschoben. Es wird jetzt das Schnabelspekulum über den liegenden Katheter aus der Scheide entfernt und anschließend mit der Vaginalsonde in die Scheide eingegangen. Unter gleichzeitiger Darstellung des Cavum uteri, mit der Vaginalsonde wird das Kontrastmittel mit leichtem Druck intracavitär appliziert. Dabei kommt es zu einer kurzfristigen Entfaltung des Cavum uteri, was zur diagnostischen Darstellung intracavitärer Strukturen ausreichend ist. Es hat sich als sinnvoll erwiesen den Untersuchungsvorgang mittels Videoauf-zeichnung zu dokumentieren, da es damit möglich ist einerseits den Untersuchungsvorgang mehrmals zu reproduzieren und andererseits nachträglich exakte Messungen der Strukturen im Cavum uteri durchzuführen. Als Kontrastmedium wurde 20 ml, bei Bedarf auch 40 ml phy-siologische Kochsalzlösung verwendet. Die Untersuchungen wurden mit einer 7,5 Megaherzsonde eines 750 SSA-Toshiba Ultra-schallgerätes durchgeführt. Intracavitäre Diagnostik Es wird versucht die diagnostische Wertigkeit der Kontrast-hysterosonographie im Vergleich zu anderen diagnostischen Me-thoden anhand der Darstellung von pathologischen Veränderungen im Uterus cavum, die zu klinischer Auffälligkeit geführt hatten, dar-zulegen. Der Vergleich wird einerseits gegenüber der konventionellen Vaginosonographie. andererseits gegenüber der
doi:10.1159/000272739 fatcat:uvbuqrb245fbniiayxk2kbiwai