Fernere Beobachtungen über die Wirkungen der Jodine gegen den Kropf, und von den nöthigen Vorsichtsregeln beim Gebrauch derselben

Coindet
1821 Annalen der Physik  
Fernere Beobuchtungen iiber die Wirkungett der .lodine gpgen den Kropf, und yon derL notliigen Vor-Jiclrlsrrgeln I e i m Gebmuch derfeelberr ; v o n d e m nr. Co1Nm.T zn Gcnf. Frei bearbeit. nacli einem im Febr. I821 gefchrieb. Auff. yon Gilbert. Als icli, iiii Juli des vorigen Jalires, der ZII Genf ver-Cuiiriicltcn ollgemeinen Schweizcdclien naturwiKeiil'clia filiclieii Gel'elll'clpft mcirre Entdeckung eines neuen Heilrnittels Segeii dcii Kropf mittheilte *), liatte icli in zieiiilicli vielen
more » ... zieiiilicli vielen F&n, wdirenci cines ganzeri Jalires, den Erfolg d i e h m:iclitigen Specificnrns gepriift , iind iriicli von der Unicli~dliclikeit denklben iiberzeugt. %war war es rriir niclii elitgangen, dafs lich durch Ge-heir~il~alten deflklben ein bedeutender Geldgewinn wiirde niacheri laKen ; ahcr aitch iIb~elkhe11 d a w n , dal's eilie f'olclie Speculation der Aclitung niclit entlprochen *) Diefe Annalen Jahrg. is20 St. XI. od. B. 66 S. 927. Gdb. Atitral. d. Phyfik. B. 0. St.5, 3.2831. SI. 7. P ( 2 2 6 J kitte, welche eiii Arzt Ccineni ehrenvollen Beriife fchuldig ifi, enipfand ich als ein Schweizer 'eiiie zii lebliafte Freiidc, ein zuver1riChges Mittel gegen ein in meillcm Vaterlande lo I~riifige iind fall endemifche Kranklieit aid~efiiiiden zii hnbcn, als dars icli liatte z~g e r n kanneii, den ErfolS nieiiies Forkhens iifferiLlicli bekannt zit niachen. Seitdeln Iiabe icli indefs von fcli:idliclien, der Jodine eigcntliumlichen ZaOIIen Kenntnilb erlialteii , welclie Iicli bei eiliigen bedeiitendcn und verdieiiteri BIanriern in diefer Stadt eingeffondcii hnben. Sie find von gewillkii Lcuten benntzt wordcn , cin lolclies Sclirecken gegcn das iieiic Heilniittel zii verbreiten, dal's icli nur das GeCclirei, melclies niaii gegen deli Spiefsglanz, gcseii die Inocnlation derBlattern iind ScSen dieKulipolrken erhoben hat, als fie aufkamen, init diereem lebliaften Widerfiandza verglciclieii w c i f s . D~~h bin icl L der'tVahrlieit I'cliitldig 211 bemcrken, daCs die Jodine nicht yon clenjenigcn iiieiner RGtzrzte, in Cenf i u d i n der Fremdc, welclic fic in ilirer Praxis felbfi gebrancht liaberi , vcrlclirieen wird ; viclmelir erLlaren diere fie insgcficiniiit fiir cin niaclitiges Hcilinittel, das aber nocli \yenig bekaniit , irnd daher vorliclitig nnd init Unificht z.11 branchen ifi. Das iiffentliclie W o l d fordert eiiie ~teii.iiie Priifiin,~ iind Eriirteriing dierer Vorwiirfe , damit 1 1 1 m w i k , \vie weit die E'iirclit vor clcr Jodine gegriindet ley, uiid woher lie riilire. Da voii 150 Iir'iukcii, deiien icli Jodine -I'rYparnle vcrfchric-Lcii liabe, kein eiiiziscr, dcr nieine Vorlchriften gei i~i~ mid i egelmXl'sig befolste , die !Xiadlichen W i r -kiinSen, welclic: man dcr Jodiiic zulclircibt, aiif cine Le(1citteiidc WciI'e erfdiren hat, fo crfiillie riiicli das
doi:10.1002/andp.18210680702 fatcat:5yekkkhtofeozjsom4f2xro3am