Verbesserung zweier Theorieen in Newton's Principien etc. über die Fortpflanzung des Schalls und die Bewegung der Wellen

De la Grange
1813 Annalen der Physik  
Frei Gberfetzt von G i l b e r t '). V o n den Theorieen , welche N e w t o n in reinen Mathematfchen Grundlehren der Naturlelire aufgefiellt hat, find einige viillig fireng , und haben alle Vollkommenheit , deren fie empfinglich find, andre find dagegen blofse Naherungen , und laKen in Hinficht auf Strenge und Allgemeinheit mehr oder weniger zu wiinkhen iibrig. Zu der erften Ware gehGren die Lehren iiber die Bewegung einzelrier Kiirper , 10 fern diere als Puncte betraclitet werden, das ill,
more » ... werden, das ill, alle Satze des erllen und ein Theil der Satze des zweiten Buchs. .Zu der zweiten KialTe End alle Satze iiber den Widerfiand und die Bewegung fliilIiger KGrper zu rechnen, und insbel'ondre * Das Original dieres wichtir;cn Aut'Tatarres Iteht in dpn ScLrif. ten der Berliner Akatlrmie aut' d . J. 178ti, und rerdienr ir die Annalrn der PhyGk noch jetst Gbertrapen zu nerdrn. G i l b e r t . . ) Ein Jahrhunden iR nunmehr tdoITen, fagt Herr La G r r i t g e an cincm aodcm Orte, lei; Newton's gofrea Werk erlchiraen ;It. M m hat in violen Schriftm X f l i 242 3 wrguog und des Gleichgewichts fliifiger Kiirper iii von iiinen ebenfalls nicht vernachlaffigt worden ; fie haben indeL in ihr keine fo ausgezeichnetcn Forttchritte gernacht. Diefes irt den grofsen Schwierigkeiten diefer Materie zuzufchreiben. Man hat die allgemeinrten Geletze der Bewegung fliiiniger Kijrper aurgefunden und in analytifchen Gleichungen dargefiellt ; ' diel'e Gleichungen Gnd aber erlautern und zu ergaozen gefucht, es foheint indefs nicht, dafs die Theils, welche einer rollkommneren Darfiellung hediirfen, [chon ro verberert worden lincl. d& wir einen wahrun Commentar befirsen. Dieres find beronders die l'heile, welche von d r r Bewegung fliiIIiger Korper und von cler Wirkung der gegenkitigen Anziehung der Planeten hand&; fie machen einen Theil dea zweitcn Cuchs und das g m z e dritte Buch aut, und iu ihocn fintlet man nicht die Strenge und die Genauigkeir, die dem iibrigen Theile der Werkes eigon find. Die Auf-Caben, nelche Newton mit den Hiilfsmittcln reinor Zeit iind reines Genies nicht aufzulofen rermochte, Loci hitdern grolstcntbeils durch die hhlhematikcr diefer Jahrhundertr aufgeliifi worden ; ihre AufliiIungea aber, welch. auf anderen Grundlagen iind auf mehr oclpr neniger langen und vcrwickelten Analyfen beruhen, End nicht geeign e t , a15 Portreuungen einkr Werks L U dienen, daa Gch h a u p t k h l i c h durch die Einfachheit und die Elegnuz hiner Beweire autreicbnet. Es miirde claher eine rehr in-tereITante Arb& Ccyn. diere AuflGTungen in die Sprache von Newton's Principierz, fo zu ragon, eu iibedetzen u n d die nocb felilenden hinruzufiigen, u m dem Gri;Gten, war der menrchliche Geifi hervorgobrrcht hat, alle Vollkommenheit LU geben, deren ea fiLig i2. Ich wage mich an diere Arbeit nicht ; mein Zweck ill blos , die Materialien fiir ein Mche; Werk vortubereiten , tlelren Ausliihrung unlerm Jahrhuodert vielleicht eben To viq) Ehre bringen wiirdr:, als Newton's Wcrk dam vorigen Jahrhunderte pbracbt hat.
doi:10.1002/andp.18130430304 fatcat:4tdttev6hzb2jcwnjw3rrxqeu4