Bemerkung über die Rotation des Saturnringes

H. Seeliger
1895 Astronomical Notes - Astronomische Nachrichten  
o o / 0.19612 9612 9612 9612 9613 -1 9615 9616 9617 9618 9618 2 9625 9627 9628 9629 9631 3 9642 9644 9646 9648 9650 9665 9668 9670 9673 9676 4 3295 9613 9613 9614 9614 9615 9619 9620 9622 9623 9624 9633 9634 9636 9638 9640 9653 9655 9657 9660 9662 9679 9682 9685 9688 9691 _ _ _ _ _ I 0 0 = 4 15 16 -'2 d 9 . Log K ; k = sin 8. K = J 1 / I -k2 sin2y/ __--____ 0264 0274 0283 0293 0302 0.20362 0372 0382 0392 0402 0466 0476 0487 0498 0509 ~ ~ 8 1 I 2 3 1 5 1 6 7 8 9 7 9803 9808 9814 9819 9857 9863
more » ... 14 9819 9857 9863 9869 9815 99'8 9924 993' 9937 ""I 9978 9985 9992 9999 0 0 5 I 0131 0218 0312 0413 0520 0635 0 9 5 7 0885 -I 0 2 1 0059 0067 0 0 7 5 0 0 8 2 0140 o r 4 8 0 1 5 7 0165 0 2 2 7 0236 0246 0 2 5 5 0322 0332 0342 0 3 5 2 0423 Vor Kurzem ist es einem der ausgezeichnetsten Spectroskopiker Herrn J. E. Keeler gelungen I), auf spectrographischem Wege nicht nur die durch die Rotation des Saturnringes entstehenden Verschiebungen der Spectrallinien zu constatiren, sondern dieselben mit solcher Genauigkeit zu messen, dass mit unverhoffter Sicherheit die Verschiedenheit in der Rotationsgeschwindigkeit der naher oder weiter vom Saturncentrum stehenden Theile des Ringes constatirt werden konnte. Es ergab sich ferner, dass die Messungen vollkommen der Annahme entsprechen, nach welcher die Winkelgeschwindigkeit jedes Ringtheilchens ebenso gross ist, wie die eines in gleicher Entfernung in kreisformiger Bahn laufenden Saturntrabanten ware. Das ist unter allen Umstanden ein interessantes Resultat, das glanzendes Zeugniss ablegt ebenso fur die Fruchtbarkeit der spectrographischen Methode, wie fur die eminente Geschicklichkeit des Beobachters. Indessen wird man die Bedeutung der Keeler' schen Beobachtung fur die Erkenntniss der Constitution des Saturnringes doch etwas einschranken mussen und wenn Herr Keeler den genannten Aufsatz als ,proof of the meteoric constitution of Saturn's rings < bezeichnet und weiterhin die Meinung auspricht, Bit is the first d i r e c t proof of the correctness of the accepted (Maxwell's) hypothesis<, so kann ich dem nicht zustimmen. Das Resultat der spectrographischen Beobachtung sagt nlir aus, dass der Saturnring nicht eine einzige compacte Masse sein kann und auch nicht als eine einzige Gleichgewichtsfigur flussiger Masse betrachtet werden darf. Wenn nun auch ohne Frage der directe Nachweis dieser Thatsache sehr werthvoll ist, so muss andererseits doch hervorgehoben werden, dass hierdurch nur die Unrichtigkeit einer Ansicht bezeugt wird, die wohl kaum Jemand ernstlich verfochten hat, nachdem die Cassini'sche und Encke'sche Trennungslinie entdeckt und nachdem die verschiedenen bis auf Laplace zuruckreichenden Untersuchungen iiber die mechanische Unmoglichkeit solcher Systeme ausgefuhrt worden sind. Die von Herrn Keeler ausgefiihrten Messungen lassen sich auch, ebenso gut wie rnit der Maxwell -Hirn'schen Hypothese, mit der Annahme rnehrerer concentrischer Saturnringe vereinigen, von denen jeder nach dem erwahnten Gesetze rotirt. Bei dem gegenwartig erreichbaren oder wenigstens erreichten Grad der Genauigkeit der Messungen, braucht die Anzahl dieser Ringe nicht einmal sehr gross zu sein. Dass diese Ringe nicht bestehen konnen, vielmehr in einzelne I) Astrophys. Journal I, pag. 416 K
doi:10.1002/asna.18951380603 fatcat:earynhefbbaalfk2drklgdiqpe