Die Illusion der Non-Mediation. Befunde einer qualitativen Studie zum dreidimensionalen Kino

Claudia Wegener, Jesko Jockenhövel
2011 Medien & Kommunikationswissenschaft  
Der dreidimensionale Effekt bestimmt die Medienlandschaft gegenwärtig in einer zuvor kaum da gewesenen Weise. Aufwendige Kinoproduktionen werden den Zuschauern dreidimensional vorgeführt, Fernsehhersteller setzen auf Dreidimensionalität, Computerspiele streben die dritte Dimension an und selbst Tageszeitungen adressieren ihre Leser mit 3D-Effekt. Im Gegensatz zum umfangreichen Medienangebot steht die medienwissenschaftliche Forschung zum Thema noch in den Anfängen. Ungeklärt war bislang, welche
more » ... war bislang, welche Motive der 3D-Rezeption zugrunde liegen, was die Nutzer vom dreidimensionalen Effekt erwarten und in welcher Weise dieser das Medienerleben bestimmt. Die hier vorgestellte Studie setzt an diesen Fragen an und untersucht explorativ Rezeptionsmotive und Filmbewertungen von Kinobesuchern, die sich gezielt den dreidimensionalen Filmproduktionen zuwenden. Dass das Bedürfnis nach Non-Mediation ein wesentliches Moment der 3D-Rezeption ist, machen die Ergebnisse der qualitativen Befragung deutlich.
doi:10.5771/1615-634x-2011-2-199 fatcat:jeyfbm45fvcspcctgukfthxesy