Ueber das Kali nitricum als Antiphlogisticum

S. Samuel
1867 Archiv für Pathologische Anatomie und Physiologie und für Klinische Medicin  
in Kiinigsberg. 6egen die noch in Entstehunv begriffene, oder schon aus-gebrochenoCrotonentzilndung des Kaninchenohres habe i cA zahlreiche Mittel auf dem Wege tier subcatanen Injection angewendet, um deren antiphlogistischen Werth festzustellen. Unter all' diesen, yon denen ich die verschiedenen Opiumpr@arate und dessert Alkaloide, alas Atropin, Evgotin, viele Neutralsalze anftihre, war dutch kein Mittel ein gleieh grosser Einfluss auf den Verlauf tier Entztindung zu erzielen, als dutch das
more » ... n, als dutch das Kali nitricure. Werden zwei Kaninchen erst auf einem Ohre, dann nach drei Tagen auf dem zweiten crotonisirt, dem cinch von ihnen Kali nitr. regelm~issig subcutan cingespritzt, dem andern nicht, beide aber im Uebrigen, wenn auch getrennt yon einander, doeh unter gleichen Verh~iltnissen erhalten, so ist, wenn nicht schon bei der Entztindung des ersten, so doch besonders bei der Entzitndung des zweiten Ohres ein grosset Unterschied von der normalen EntzUndung zu constatiren. Bei den mit Kali nitr. behandelten Thieren wird die Entz0ndung des zweiten Ohres namentlich viel schw~tcher, in Hype~mie, Temperatur und Exsudation-sehr viel unbedeutender als die des normalen unter genau gleichen Verhltltnissen. Die subcutane Anwendung des Kali nitricum macht in so fern Schwierigkeiten, als concentrirte L~sungen leicht locale EntzUndungen hervorrufen, wenn sic an derselben Stelle iirter applicirt werden. Am unschihlliehsten land ieh diese Form: Kali nitr. Une.~, Syr. simpl. Unc.j, Aq. dest. Une. iv. und yon dieser etwa 2real tiiglich 6 Spritzen, jede 15 Gtt. fassend,'an verschiedehen $tellen des Riickens unter Vermeidung der N~the des Ohres applieirt. Die locale Eotztindung bleibt dann sehr unbedeutend, die Thiere vertragen 5 Tage und tiinger alas Kali nitr. in dieser Form, ausser bedeutender Abmagerung war an krliftigen Thieren, die fiir diese Untersuehungen immer vorzuziehen sind, kein hrchiv f. pathol. Anat. Bd. XL. InL I u. 2. 15
doi:10.1007/bf02968142 fatcat:eb6p3moznvgttlgppo6lpawegy