Zusammensetzung des Kochsalzsurrogates der Eingeborenen von Angoniland (Britisch-Centralafrika)

Emil Abderhalden
1903 Pflügers Archiv: European Journal of Physiology  
Der Liebenswfirdigkeit yon Herrn Missionar Schw~,rzel, :Ntonda, Angoniland, verdanke ich eine Probe des Salzes, welches die Eingeborenen dieses Landes ihrer Nahrung zuzusetzen pflegen. Dasselbe wird durch Verbrennen yon Ziegenmist und Holzasche gewonnen. Die mir abersandte Probe hatte eia grauweisses Aussehea und enthielt noch Kohle. Die Eingeborene-setzea das Salz ihrer Nahrung nicht direct zu, sondern sie schatten dasselbe in geflochtene KSrbchen, und laugen dann dasselbe mit heissem Wasser
more » ... it heissem Wasser aus. Die Bestimmung des Chlorkaliums und Chlornatriums ergab folgendes Resultat : 1,o3.~J o Salz hinterliessen beim GlCthea 1,404-I g Asche. Smnme KC1 q-NaC1 =-tU:~ll;3 g; daraus erhalten 1,0111 K~PtCI,~ -= o,3o89 o' KC1 = 21,99 %. NaC1 ~: 0,0074 g := 0,52 %. Eine zweite Probe ergab folgendes Resultat: ~,7701 g Salz gaben o,7051 g Asche. Summe KC1 or NaCI 0,I58o ~-daraus erhalten 0,;5I)7.5 g K~PtCI, ~ 0,1550 g Kgl ~-21,98 %. NaC1 ~ t~,0030 g = 0,42 % NaC1. Die vorliegenden Analysen ergeben ein ganz bedeutendes Ueberwiegen der Kalisalze. Da die Eingeboreaen vorwiegend yon vegetabilischer Kost sich nahren, scheint das vorliegende Resultat, das sich mit Beobachtungen yon L. Lapicque ~) deckt, im Widerspruch mit den yon Bunge ~) entwickelten Theorien aber die Bedeutung des Kochsalzes zu stehen. B unge selbst hftlt die Wahl
doi:10.1007/bf01663249 fatcat:j6ajigmegzgodlmfpbt4b2a7ii