Zur Darstellung des Vanadins auf aluminothermischem Wege

R. Vogel, G. Tammann
1909 Zeitschrift f�r anorganische Chemie  
Die Herren PRANDTL und BLEYER schlagen zur Reduktion von Vanadinpentoxyd zu Vanadin ein Gemenge von Calcium und Aluminium vor, weil sie mit Aluminium allein, wie auch GOLDSCEMIDT und andere kein oxydfreies Vanadin erhalten konnten. Wir haben rnit Aluminium allein ein recht reines oxydfreies Vanadin erhalten ; allerdings fiihrt die Reduktion von nicht geschmolzenem, trockenen und NH,-freiem Vanadinpentoxyd nicht imnier zum Vanadinmetall. Bei Versuchen nach Verbffentlichung unserer Arbeit "Uber
more » ... erer Arbeit "Uber Vanadin-Eisenlegierungen" erhielten wir aus nicht ermittelten Griinden an SteIle eines guten, metallischen Regulus oxydreiche Schlacken. Die von PRANDTL und BLEYER vorgeschlagene Beigabe von Calcium, nach der die Reduktion mit Sicherheit eintreten soll, wurde sich gewifs empfehlen, wenn das auf diesem Wege gewonnene Vanadin nicht, wie jene Autoren angoben, nur etwa 94O/, Vanadin enthielte. Zur Darstellung von reinem Vanadin bleibt also nur iibrig, die Reduktion mit Aluminium allein vorzunehmen, wobei es furs erste dem Zufall uberlassen bleibt, ob man uberhaupt ein brauchbares Vanadin odor nur oxydhaltige Schlacken erhalt. Das Vanadin, welches von uns aus nicht geschmolzenem Vanadinpentoxyd im mit Magnesia gefiitterten Tiegel durch Reduktion rnit Aluminium erhalten wurde, enthielt 99.07 Vanadin. Die Bestimmung des Vanadins wurde nach H. ROSE ausgefuhrt.1 Aulserdem enthielt das Vanadin noch gegen 1 O/ , , Silicium, wahrend Aluminium nicht nachzuweisen war. Wie man bei der Reduktion von Chromoxyd durch Aluminium nicht selten Fehlversuche zu verzeichnen hat, so kommen solche auch bei der Reduktion von Vanadinpentoxyd vor. Beim Chrom ist diese Schwierigkeit durch Zugabe von K2Cr20, iiberwunden worden, beim Vanadin liegen aber Versuche in dieser Richtung nicht vor. TREADWELL, Iiurzes Lehrbuch der analytischen Chemie 11, S. 191. Gottingen, Institut fur physiknlische Chemi~. Bei der Redsktion cingegangen am 29. September 1909.
doi:10.1002/zaac.19090640116 fatcat:4j3rt3qhlncjtclent2sxft3ka