Bryum tenuisetum Limpr

Heike Hofmann, W Schröder
2015
Ähnliche Arten Bryum demaretianum Die Unterscheidung dieser Taxa ist umstritten (s. Anmerkungen unter B. demaretianum). Gemäss Arts (1992) und eigenen Beobachtungen unterscheiden sich diese Arten durch folgende Merkmale: Rhizoidgemmen birnförmig, (90-)100-150(-170) µm lang, 1.3-2.4 mal so lang wie breit -> B. tenuisetum: Rhizoidgemmen rundlich, 120-180(-200) µm lang, 1-1.3 mal so lang wie breit. Rhizoidgemmen in Ketten und Trauben, an kurzen Rhizoiden, nahe der Stämmchenbasis ->B. tenuisetum:
more » ... ->B. tenuisetum: Rhizoidgemmen einzeln, an langen Rhizoiden, weit entfernt von der Stämmchenbasis. Bryum subapiculatum Blattrand oben schwach gezähnelt, austretende Rippe schwach gezähnt oder glatt -> B. tenuisetum: Blattrand oben deutlich gezähnt, austretende Rippe scharf gezähnt. Rhizoidgemmen rund und rot bis braunrot -> B. tenuisetum: Rhizoidgemmen rundlich oder unregelmässig geformt, gelblich bis orange. Bryum ruderale Rhizoidgemmen rundlich, gelb-orange bis rötlich -> B. tenuisetum: Rhizoidgemmen rundlich oder unregelmässig geformt, gelblich bis orange. Rhizoide im Alter rot-violett bis dunkelrot, jung blass violett -> B. tenuisetum: Rhizoide bräunlich bis orange. Blattrand nur an der Spitze schwach gezähnelt, austretende Rippe schwach gezähnt oder glatt -> B. tenuisetum: Blattrand oben deutlich gezähnt, austretende Rippe scharf gezähnt. Bryum gemmilucens Bei dieser Art aus dem Bulbifera-Komplex sind die in den Blattachseln sitzenden Bulbillen gelb und jung oft fast völlig rund. Sie können jedoch beim Präparieren herausfallen, so dass man an B. tenuisetum denken könnte. Man achte also immer darauf, dass bei B. gemmilucens erste kleine Blattansätze vorhanden sind und dass sie in der Farbe etwas kräftiger sind als die Rhizoidgemmen von B. tenuisetum. Informationsstand 01.2015 Bryum tenuisetum Limpr. Hofmann H., Schröder W. 2015 © Swissbryophytes 2020 First published online 23.01.2015, compiled 27/11/2020 4 Literatur Literaturangaben zur Art Ahrens M. 2001. Bryaceae. -In: Nebel M., Philippi G. (Hrsg.), Die Moose Baden-Württembergs. Eugen Ulmer, Stuttgart. 2: 9-107. Arts Th., 1992. Bryum demaretianum sp. nov., a new species of the B. erythrocarpum complex from Belgium. -Journal of Bryology 17, 2: 263-267. Cano M.J., Gallego M.T., Guerra J., Jiménez J.A. 2010. Bryum Hedw. -In: Guerra J., Brugués M.J., Cano M.J., Cros R.M., Flora Briofitica Ibérica. Universidad de Murcia, Sociedad Española de Briologia, Murcia. 4: 105-178. Erzberger P., Schröder W., 2013. The genus Bryum (Bryaceae, Musci) in Hungary. -Studia botanica hungarica 44: 5-192. Nyholm E., 1987-1998. Illustrated Flora of Nordic Mosses, Fasc. 1-4. -Nordic Bryological Society, Copenhagen and Lund. 405 pp. Weitere Literaturangaben BAFU 2019. Liste der National Prioritären Arten und Lebensräume. In der Schweiz zu fördernde prioritäre Arten und Lebensräume. -Bundesamt für Umwelt, Bern, Umwelt-Vollzug Nr. 1709. 99 S. BAFU 2015. Biodiversität im Wald: Ziele und Massnahmen. Vollzugshilfe zur Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt im Schweizer Wald. -Bundesamt für Umwelt, Bern, Umwelt-Vollzug Nr. 1503: 186 S. BAFU, BLW 2008. Umweltziele Landwirtschaft. Hergeleitet aus bestehenden rechtlichen Grundlagen. -Bundesamt für Umwelt, Bern, Umwelt-Wissen Nr. 0820: 221 S. Schnyder N., Bergamini A., Hofmann H., Müller N., Schubiger-Bossard C., Urmi E. 2004. Rote Liste der gefährdeten Moose der Schweiz. -BUWAL-Reihe: Vollzug Umwelt, Bern. 99 S. Urmi E. 2010. Bryophyta (Moose). -In: Landolt E., Flora indicativa, Ökologische Zeigerwerte und biologische Kennzeichen zur Flora der Schweiz und der Alpen. Haupt, Bern. 283-310. Bryum tenuisetum Limpr. Hofmann H., Schröder W. 2015 Hinweis zur Autorschaft: die Artbeschreibungen der Gattung Bryum entstanden in einer intensiven Zusammenarbeit mit Wiebke Schröder in den Jahren 2009-2015. Die Texte basieren auf ihrem grossen Wissen und ihren Formulierungen. Ihrem Wunsch gemäss wird sie dennoch nicht als Erst-Autorin genannt. Für allfällige Fehler in den Beschreibungen und für die Auswahl der ähnlichen Arten ist allein die Erst-Autorin verantwortlich.
doi:10.5167/uzh-189557 fatcat:s2oahsrf5ncn3ji236niedkd3e