Ueber die Bestimmung des Quarzgehaltes in Silicatgemengen

A. Müller
1866 Journal für Praktische Chemie  
Vor einem Jahre habe ich mitgetheilt, dass bei Digestion von Ackererde mit Phosphorsiiurehydrat in allmiihlich gesteigerter Temperatur zuerst die Silicate, unter Abscheidung gallertartiger Kieselsiiure, zersetzt werden, spater aber auch der Quarz in liislicbe Kieselsiiure vzrmandelt wird. Um den Quarzgehalt quantitativ bestirnmen zu ktinnen, durfe man die Erhitzung nicht bis zum "Rauchen" der Phosphorsaure treiben. Im vergangenen Winter habe ich die Telnperaturgriinze genauer ermittelt,
more » ... ermittelt, unterhalb welcher die gewtihnlichen Silicate der schwedischen Ackererde vollstiindig zersetzt werden, ohne rnerkliche Veriinderung des Quarzes. Die Losung dieser Aufgabe war urn so dringlicher, als es sich zeigte, dass clas "Rauchen" der Phosphordure ein sehr unsicheres Kennzeichen fur den jeweiligen Tein yeraturgrad war. Geschieht nlrnlich die Erhitzung der Zersetzungsschale in einem einigermassen starken Luftutrom, so tritt das "Rauchen" der Phosphersiiure erst bei einer Temperatur ein, bei welcher Quarz schon stark veriindert mird. Auf o f i m i Drahtnetz Uber Gaslampe, auch wenn ein Spiralgasofen mit zahlreichen kleinen, in einer umfinglicheren Horizontalebene vertheilten Fliimmchen angeivendet wurde, war es unmiSglich, eine hinreichend constante Temperatur zu erhslten. Je ntich BeschaEenheit der Digestionsgefdsse wirkte die seitlich heranstrtimende Zimmerluft mehr oder weniger abkiihlend. Auch die peripherische Abgranzung mittelst einer auf dem Netze aufgesetzten Zarge mar ungentigend ; dagegen murde der Zweck bestens erreicht durch Benutzung eines circa 150 Nm. weiten Chamotteringes (wie solche den bleissener Kohlenbfchen beigegeben merden) und someitige Bedeckung desselben, dass die Ausstromungstifiung der Heizluft geringer war als die Zustrtimungstiffnungen zu den Flammchen unter
doi:10.1002/prac.18660980103 fatcat:cuu7eag2zjanhdpnmpdj2fm4pu