Die Betheiligung des Rückenmarkes an der Spina bifida und die Hydromyelie

Rud Virchow
1863 Virchows Archiv  
575 vielleieht einen Anlass zu ferneren Untersuehungen. Vorlaufig ergiebt sich nui. so viel, dass die rothe Farbe yon einer an ein verseifbares Fett gebundenen Substanz herriihrt, und dass sic nil! dem sonst in den Thierklassea, wie es scheint, sehr verbreiteten H~tmatin nichts gemein hat. , Ueber Myelin. Van H. Hoffmann. Professor der Botanik in Giessen. Dutch die Lectiire van Beneke's ,Studien fiber des Vorkommen, die Verbreitung und die Function van Gallenbestandtheilen in den thierischen
more » ... den thierischen und pflanzlichen Organismen. Giessen |862" werde ich daran erinnert, dass ich vor langerer Zeit eine auffallend /ihnliche oder wahrscheinlich identischc Substanz, wie das Virchow'sche "Myelin", an gewissen Zellen des oberen Strunkfiberzuges und des Ringes yam Fliegenschwamme (Agaricus muscarius) und anderea Schw/immen beobachtet habe. Dos Nahere dariiber finder sich in der Botanischen Zeitung 1853 No. 49; eine Abbildung der sonderbaren fadenffrmigen Quellungsformen ebenda 1859 T. XL Fig. 17 und in meinen Icones analyt, fungor. 1'.1. Fig. 11 a. p. !1. Irt "neuestcr Zeit sind diese Beobachtungen durch A. de Bary best~itigt und erweitert warden (Flora 1862. No. 17). --Diese Mittheilung hat den Zweck, Diejenigen, welche sich weiterhin mit Studien fiber des Myelin zu besch/iftigen gedenken, auf ein Vorkommen auf,nerksam zn machen, welches der medicinischen Lesewelt nnbekannt geblieben zu sein scheint. --Ich fiige bier nut noch die Bemerknng bei, dass, entgegen der Ansicht Beneke's, die betreffende Substanz helm Fliegenschwamme nach der Loealitat ihres Vorkommens in keiner Beziehung zum Neubi[dungsprozesse steht, sondern eher des Gegentheil zu'vermuthen ist. Giessen, 4. Juni 1863. Die Betl~eJligung des R/iekeninarkes an der Spina biflda und die Hydromyelie. Van Rud. Virchow. Es ist noch jetzt eine sehr verbreitete Ansicht, dass~ nicht so sehr bei gewissen Formen der Spina bifida, als gerade bei der gew~hnlichsten, derjenigcn aa der Lenden-und Kreuzgegend, das Rfickenmark selbst nicht bethei|ist sei. -Wie zu den Zeiten van Tulpius, nimmt man freilich an, dass gcw6hnlich Nerven mit
doi:10.1007/bf01877437 fatcat:eyql2rrldzgwfoud6wjiyb3ofm