Ueber Initialsymptome und Pathogenese der perniziösen Anämie1)

Ossian Schauman
1912 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
in Helsingfors (Finland). Es ist eine bekannte und anerkannte Tatsache, daß wir liber die Initialsyinptonie der peiniziösen Anämie immer noclr sehr mangelhaft unterrichtet sind. Worin auch die Ursache liegen mag, sicher ist, daß (lie Krankheit in der Regel schon weit vorgeschritten erscheint zu doni Zeitpunkt. wo wir (lie I)iagnose auf perniziöse Anämie stellen. 1)ie Zahl (1er l3lutkörper ist dann nieistenteils auf 1-2 Millionen, ja, oft noch tiefer gesunken, der Hänioglobingehalt ist
more » ... h auf 15-_4O0, der Norm herabgesetzt, und die sichtbare Blässe ist in gewöhnlichen Fällen so frappant, daß der goiibte Beobachter schon bei flüchtiger Betrachtung des Patienten mit großer Wahrscheinlichkeit dio Diagnose porniziöse Anämie zu stellen vermag. Aus der Anamnese erfahren wir, daß der Kranke bereits seit Wochen, Monaten. vielleicht seit noch längerer Zeit über die gewöhnlichen anäniiscl,en Beschwerden klagt: Mattigkeit, Herzklopfen, Atemnot. Ohrensausen, Schi windel, Verdauungs-1) Nach einem für den VII. Nordischen Kongreß für innere Medizin in Bergen (1911) vorbereiteten Vortrag. Dieses Dokument wurde zum persönlichen Gebrauch heruntergeladen. Vervielfältigung nur mit Zustimmung des Verlages.
doi:10.1055/s-0029-1189614 fatcat:7yef6mid2jfbher2ifsd6nwkyi