Der feinere Bau der Spinalganglienzelle des Kaninchens

W. H. Cox
1898 Anatomy and Embryology  
Flemming meint, dass die K6rnerschollen in e]nem dutch den Kern gehenden Querschnitt einer eentralen Zelle yon Spindelform eine etwa konzentrisehe Anordnung zeigen werden. Eine solche Zelle~ im Laufe der Entwicke]ung so umgestaltet, dass die beiden Pole an einem Punkt das Umfangs zusammenkommen, wird gleiehfalls die Sehollen in konzentriseher Anordnung zeigen. "Dass man diese nur in einer Minderzahl yon Zellen er-,kennt, ist natiirlieh, da. die Erseheinung nut dann ganz dent-"lich sein kann,
more » ... "lich sein kann, wenn tler Kern in einm: ganz bestimmten "Richtung getroffen ist . . ." u. s. w. Auch an anderer Stelle ~) sprieht F 1 e m m i n g diese Ansieht aus und bemerkt dazu, dass die kleineren Ganglienzellen sieh meistens dunkler f~irben, die grOsseren aber hell gef~irbt sind und oft weiter auseinander liegende, grOssere K6rnchen zeigen. N issl gelang es dureh seine fortgesetzten Bemfihungen um den Bau der Nervenzellen, das Interesse ffir diesen hOehst wiehtigen Teil der Nerven-Anatomie waeh zu rufen. Uber die Spinalganglienzelle sagt er ~): "Diese Nervenzellen-,form charakterisiert sieh dadurch, dass sie in ihrem Zellleibe "zwei scharf yon einander zu trennende Substanzen besitzt, "yon denen die eine sich nach Alkohol-Vorbehandlung mit "Methylenblau fiirbt, w~ihrend die andere ungefitrbt bleibt. Die "sieh fiirbende Substanz tritt in Form yon grOsseren oder klei-"neren rundlichen, ovalen oder sph~irischen, mancbmal auch "eckigen und unregelm~tssig geformten KnOtchen auf, die ~iusserst "feine fadenfOrmige Ausl~iufer besitzen. Diese gefiirbten KnOt-"chert befinden sich in der sich nicht f~irbenden Substanz, in "einer, ungefiihr konzentrischen Schichtung um den Kern herum "geordnet; es tritt also die gefarbte Substanz, in einer gewisser-"massen zwiebelschalartigen Anordnung um den Kern herum, 1) Ergi~nzungsheft. Anat. Anzeiger. Bd. X. ~) Allgemeine Zeitschrift f. Psychiatric. Bd. 50. 8. 372. Der feinm'e Bau der SpinMganglienzelte des Kaninehens. 77 "auf, so aber, dass zwisehen den einzelnen Kn/~tehen sowohl, "als aueh, wenn man will, zwisehen den einzelnen Sehiehten "ungeffirbte Subsganz sieh befindet. Die versehiedenen Tink-"tionsgrade der Zellen innerhalb eines Spinalganglions entstehen "dadureh, dass in den einen Zellen die sich nieht farbende Sub-"stanz reiehlieher entwiekelt ist, die KnStehen weniger dieht "gelagert, manehmal aueh kleiner sind als in anderen Zellen "wo die gef~rbte Substanz vorherrseh~. "Darfiber aber muss man sieh klar sein, dass sowohl "die stark als die sehwaeh gef~trbten Zellen ebenso "wie die Mittelformen den gleichen Bau, dieselbe ."StruktuI' besitzenl)", l~Snden wir also in dem Oben-erw~thnten eine Besehreibung N issls fiber den Bau der Spinalganglienzelle, die besonders die Grauula oder die KSrnehen betrifft; bei Gelegenheit einer anderen Publikation s) giebt er uns eine Abbildung. wghrend wit wieder an einer anderen Stelle ~) vernehmen, dass die Spinalganglienzelle zu den stichochromen Zelten geh~)rt, d. h. Zellen, "bei denen die eine Zellsubstanz (der gefgrbte Bestandteil des Zellleibes) in Form einer gleichgerichteten Strei[ung, gleiehsilmig verlaufender Beihen sieh findet", "weml auch ihre Struktur etwas yon der SCruktur "der fibrigen (gteiclmamigen) Zellen abweieht." leh meine, dass Obenstehendes ziemlich genau angiebt, was N issl fiber die Granula der Spimdganglienzelle behauptet hat, und will jetzt noeh die Resultate zweier Untersueher "mr diesem Gebiete erw:~hnen: v. Lenhoss6k und Held. Ersterer erwghnta), dass er in den Spinalg~u@ienzellen des I~indes in der Grund~ubstauz gefunden hat: eine grosse Menge
doi:10.1007/bf02301035 fatcat:cltwmx2ojjh2petxavpqogojey