im Wohnungsbau Geschäftsklima bei den freischaffenden Architekten Geschätztes Bauvolumen der freischaffenden Architekten für Ein-und Zweifamiliengebäude (EUR)

Erich Gluch
1991 unpublished
50 Nach den Umfrageergebnissen des ifo Insti-tuts hat sich das Geschäftsklima bei den frei-schaffenden Architekten zu Beginn des ers-ten Quartals 2012 ein wenig verbessert (vgl. Abb. 1). Dies basiert ausschließlich auf einer optimistischeren Einschätzung der kommen-den sechs Monate, während die Lageurteile erneut etwas verhaltener ausfielen. 36% der befragten Architekten (Vorquartal: 34%) waren zwar mit ihrer aktuellen Ge-schäftslage zufrieden; gleichzeitig stieg aber auch der Anteil der
more » ... r Anteil der Architekten, die ihre Ge-schäftslage mit »schlecht« bezeichneten, von rund 17 auf 23%. Bezüglich der Geschäfts-erwartungen für die nächsten sechs Mona-te nahm die Zuversicht sichtlich zu. Der auf-wärts gerichtete Trend, der bereits seit gut sechs Jahren zu beobachten ist, scheint demnach weiter intakt zu sein. Jeder sechs-te Testteilnehmer (Vorquartal: 12%) erwar-tete, dass seine Auftragssituation in etwa einem halben Jahr voraussichtlich »eher günstiger« sein wird. Die Zahl der Skeptiker verringerte sich gleichzeitig: 15%-nach 19% im Vorquartal-gingen von einer »eher un-günstigeren« Entwicklung im kommenden halben Jahr aus. Rund 57% der Testteilnehmer konnten im vierten Quartal 2011 neue Verträge abschlie-ßen. Wesentlich höhere Werte waren seit Be-ginn dieser Umfrage vor rund 30 Jahren noch nie zu verzeichnen. Dabei signalisieren ho-he Abschlussquoten erfahrungsgemäß eine kräftige Nachfrage im Bereich des Woh-nungsbaus. Denn eine große Zahl der neu-en Aufträge entfällt im Allgemeinen auf die Planung von Ein-und Zweifamilienhäusern. Und gerade in diesem Teilsegment sind dann viele kleine und mittlere Büros mit ihren Ak-quisitionsbemühungen erfolgreich. Nach zwei Quartalen mit rückläufigen Pla-nungsvolumina stieg das geschätzte Bau-volumen aus den neu abgeschlossenen Ver-trägen (Neubauten ohne Planungsleistungen im Bestand) im vierten Quartal 2011 gegen-über dem Vorquartal um fast 50%. Dabei war das insgesamt von den Architekten akqui-rierte Planungsvolumen im Wohnungsbau gut 60% größer als im dritten Quartal 2011. Im Nichtwohnbau erhöhte sich die Auftragssum-me gegenüber dem Vorquartal um rund 40% (vgl. Abb. 2).
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