union: Historische Erfahrungen, makroökonomische Konsequenzen und organisatorische Umsetzung

Benjamin Born, Teresa Buchen, Kai Carstensen, Christian Grimme, Michael Kleemann, Klaus Wohlrabe, Timo Wollmershäuser
unpublished
In dieser Studie wird untersucht, ob ein Austritt Griechenlands aus der Währungsunion, verbunden mit einer externen Abwertung der neuen Währung, eine gangbare Alternative zur derzeitigen Strategie der internen Abwertung, verbunden mit öffentlichem Kapitaltransfer, darstellt. Dazu vergleichen wir die makroökonomischen Konsequenzen von drei möglichen Zukunftsszenarien. In unserem ersten Szenario tritt Griechenland aus dem Euro aus und führt die Neue Griechische Drachme (NGD) als offizielles
more » ... gsmittel ein. Im zweiten Szenario verbleibt Griechenland in der Währungsunion und schafft es, die notwendige interne Abwertung zu erreichen. Im dritten Szenario schließlich wird angenommen, dass Griechenland zwar in der Währungsunion verbleibt, die notwendige interne Abwertung jedoch misslingt und durch öffentliche Subventionen aus der EU ausgeglichen wird. Während das letzte Szenario die aktuelle Situation fortschreibt, wird für die ersten beiden Szenarien anhand von historischen Beispielen untersucht, wie sich wichtige volkswirtschaftliche Größen nach großen Abwertungen entwickelten. Zudem werden für diese beiden Szenarien mögliche negative Bilanzeffekte für Griechenland analysiert. Solche Bilanzeffekte können resultieren, wenn sich die Verschuldung des öffentlichen und privaten Sektors infolge einer (internen oder externen) Abwertung erhöht. In Szenario 3 ist keine weitreichende Bilanzkorrektur zu erwarten. Im letzten Teil dieser Studie beschäftigen wir uns mit der technischen Umsetzung des Austritts Griechenlands aus der Eurozone.
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