Genetische Ergebnisse Einer Geologisch-Mineralogischen Untersuchung Der Kupfererzlagerstaetten Und-Vorkommen in Südostanatolien

1977 Bulletin of the Mineral Research and Exploration  
ZUSAMMENFASSUNG. -Die in unserem Arbeitsgebiet vorhandenen Kupfererzlagerstaetten und -vorkommen Südostanatoliens sitzen auf tektonischen Linien, wo sich die zwei verschiedene Orogene vertretenden Iraniden über die Irakiden oder das Bitiis-Massiv über die Ophiolithe der alpidischen Geosynklinale geschoben haben, bzw. auf den diese Linien begleitenden Verwerfungen, kurz gesagt, in den Überschiebungszonen. Die Kupfererzlagerstaetten und -vorkommen Südostanatoliens, deren Genese in engem
more » ... in engem Zusammenhang mit dem Entstehen der betreffenden Überschiebungszonen steht, sind postorogene, epigenetische, hydrothermal-metasomatische Bildungen. Wenn man überlegt, dass das Übereinanderschieben der zwei getrennte Orogene vertretenden Gesteine in der Erdkruste bis zu grösserer Tiefe hinabreichen kann, ist es nötig, neben der Betrachtung der Überschiebung als ein mechanisches Ereignis, d.h. als ein relatives Gleiten beider Gesteinsmassen auch darauf hinzuweisen, dass sie in den tieferen Lagen der Erdkruste das Auftreten der Waermeenergie bewirken kann. Diese Waermeenergie hat das Grundwasser in Zirkulationsform in Bewegung gesetzt, dadurch aus den Ophiolithen die die Kupfererzlagerstaetten Südostanatoliens bildenden Metalle sowie Schwefel abgelöst, mobilisiert und ihre Ablagerung auf den Überschiebungslinien ermöglicht. Die Möglichkeit, dass dort, wo das granitische Magma nicht besteht, die Hydrothermen auf diese Weise entstehen können, wird für einen angesichts der vorliegenden Unterlagen naheliegenden, gültigsten Erklaerungsweg gehalten. EINLEITUNG Von den im Rahmen dieser Arbeit untersuchten Lagerstaetten und Vorkommen (Abb.I) wurden das Ana Yatak-Vorkommen (G. Göymen Kalgan, 1963; A. Heike, 1964) und das Weiss-Vorkommen (A. Çağatay, 1968 in Ergani Maden nur kurz behandelt, weil sie bereits geologisch und vor allem mineralogisch ausführlich bearbeitet worden sind. Das Kısa Bekir-Vorkommen in Ergani Maden, die Madenköy-Lagerstaette in Siirt und die Vorkommen von Lice-Kara Dere sowie Çüngüş-Midye Köyü wurden aber detaillierter behandelt, weil keine früher durchgeführte, mineralogische Studie über sie vorliegt.
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