Personalien

1922 Orientalistische Literaturzeitung  
zweiten Bericht yon Hazzidakis (Ausonia VIH 1913, 76ff.) übersehen hat, zugleich auch den neuen Plan der Ruinen, (ebenda, Tafel 3), der natürlich an Stelle des überholten in diesem 1921 erschienenen Hefte stehen müßte. Auch die Bemerkungen über das abweichende Bild, welches die Schichtengrabungen in Knossos und Tylissos bieten, führen nicht über das schon von Hazzidakis selbst Gegebene hinaus, ebensowenig die eingestreuten Verweise auf Beziehungen zu Ägypten und dem Orient. Diese schwierigen
more » ... iese schwierigen Probleme können nicht so nebenbei gelöst werden. Vorläufig steht fest, daß Einflüsse Ägyptens (Petschafte, Steinyasen) und Babyloniens (Siegelzylinder) schon seit frühminoischer Zeit auf Kreta nachweisbar, aber doch zu vereinzelt sind, um der kretischen Kultur ihren Anspruch auf bodenständige Selbständigkeit zu rauben. Die Entwicklung geht auf der großen Insel folgerichtig und einheitlich ihren Gang, der vom Orient, trotz mancher innerer Wesensverwandtschaft, unabhängig ist.
doi:10.1524/olzg.1922.25.16.144a fatcat:5fpo3dq3yjeilam6x7cm6ttdrm