Die Auslese für das Heilverfahren der Landesversicherungsanstalten2)

1906 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
Die Landesversicherungsanstalten und die nach dem Invaliden-versicherung8gesetz zugelassenen Kasseneinrichtungen -Knappschafts-und Eisenbahnpensionskassen -haben in den letzten ) Vortrag, gehalten im Seminar für soziale Medizin in 1erIit1. Jahren in immer ausgiebigerem Maße von der Befugnis Gebrauch gemacht, ihre Versicherten zur Erhaltung oder Wiedergewinnung ihrer Erwerbsfähigkeit in Anstaltspflege zu geben. So wurden im Jahre 1904 44085 Versicherte unter einem Kostenaufwancle von etwa 121/a
more » ... cle von etwa 121/a Millionen Mark in ständige Heilbehandlung genommen, dabei kamen auf die behandelte Person 284,27 M. Unkosten; im Jahre 1900 waren die entsprechenden Zahlen : 6 Millionen Mark Gesamtkosten, 25 000 Pfleglinge und 244,94 M. Kosten pro Einzelfall. Der § 18 des Invalidenversicherungsgesetzes gibt den Versicherungsanstalten das Recht zu dieser Ausübung des ileilverfahreus, er lautet in seinem ersten Abschnitt folgendermaßen : Ist ein \Thrsicherter dergestalt erkrankt, daß als Folge der Krankheit Erwerbsunfähigkeit zu besorgen ist, welche einen Anspruch auf reichsgesetzliche Invalidenrente begründet, so ist die Versicherungsanstalt befugt, zur Abwendung dieses Nachteils ein Heilverfahren in dem ihr geeignet erscheinenden Umfang eintreten zu lassen." Der Paragraph legL also den Anstalten nur das Recht und nicht
doi:10.1055/s-0028-1142063 fatcat:tqf24udehfdfpotcyu7lfyaqta