Syphilis maligna

Alex Haslund
1897 Archives of Dermatological Research  
Ilaslund in Kopenhagen. Unter dem Namen Syphilis maligna werden in der Literatur mehrere recht verschiedene Formen yon Syphilis zusammengefasst, welche meiner Meinung nach nicht unter demselben Namen gehen k 5 n n e n noch d fir f e n ; FSlle, welche weder mit Riicksieht auf die klinische Apparition noch mit Riicksicht auf den Verlauf und noeh viel weniger mit Riicksicht auf die Prognose einander gleiehen, werden zusammengeworfen und behandelt, als ob sie denselben Charakter und dieselbe
more » ... und dieselbe Bedeutung h~ttten. Meiner Meinung nach darf man unter S y p h i 1 i s m a 1 i g n a nur eine Syphilis verstehen, welehe sich kurz nach der Infection mit ulcerativen Processen auf der ganzen Oberfl~che der Haut oder einem grossen Theil derselben zeigt, und wo die Uleerationen keine Tendenz zur spontanen Heilung, sondern zur weiteren Ausbreitung, zuweilen yon faged~nischem Charakter zeigen. Diese Ulcerationen entstehen immer durch secund~tre syphilitische Produetionen in der Haut, den Papeln und den Pustetn. Oft ist die Haut das einzige Organ, welches angegriffen wird, zuweilen finden sieh jedoch gleichzeitige Erkrankungen der Schleimhaute. Aber diese Affectionen sind yon weir geringerer Bedeutung und weir weniger bSsartig als die Processe auf der Haut. Selten beobachtet man andere Localisationen, wie Erkrankungen des Periost oder Iris, und n i e zeigt sich eine klinisch naehweisbare Ver~inderung der inneren Organe, des Oefiiss-oder Nervensystems, wenn auch --was yon vielen behauptet wird --,nervSse" Symptome zusammen mit Hautaussehlag, namenflich im frtihen Stadium
doi:10.1007/bf01997847 fatcat:r5dukhhusrgpxnmxnatewirxcm