Kontrastmittelgestützte diffuse optische Tomographie (DOT) zur Bildgebung benigner und maligner Läsionen der weiblichen Brustdrüse [article]

Paul Schneider, Universitätsbibliothek Der FU Berlin, Universitätsbibliothek Der FU Berlin
2015
Einleitung: Ziel der durchgeführten Studie war die Evaluation einer schnellen dreidimensionalen optischen Brustbildgebung unter Benutzung des optischen Kontrastmittels Indocyaningrün (ICG). Dieses nicht-invasive Untersuchungsverfahren gestattet die funktionelle Gewebsuntersuchung unter Verwendung von Licht im Nahinfrarotbereich. Die Anwendung von ICG diente einer möglichen Verbesserung der Detektion und Charakterisierung maligner Läsionen, da optische Studien auf Basis intrinsischer
more » ... ste durch Hämoglobin, Lipide oder Wasser zum gegenwärtigen Zeitpunkt bislang nicht in der Lage sind, maligne von benignen Läsionen hinreichend gut zu differenzieren. Methoden: In der Studie wurden 30 Patientinnen mit suspekten Herdbefunden mittels schneller (2 Hz) optischer 3D-Mammographie vor, während und nach der Applikation eines ICG-Bolus (25 mg) untersucht. Im weiteren Verlauf erfolgte eine histologische Sicherung mittels Vakuumstanzbiopsie (Goldstandard). Mithilfe der Perfusionsparameter 'Peakamplitude' (PA) und 'Time to Peak' (TTP) erfolgte eine Analyse der Boluskinetik für jedes Volumensegment der Brust. Mit dem Ziel eines objektiven, untersucherunabhängigen Perfusionsparameters zur Differenzierung tumorbefallener Brüste von gesunden Brüsten, wurde in dieser Arbeit auf Basis der genannten Parameter PA und TTP ein dritter Parameter, die 'Peaktime-Amplitude' (PTA) eingeführt. Mittels einer ROC-Analyse erfolgte die Festlegung eines optimalen PTA-Cut-off-Wertes zur Trennung der malignen und benignen Gruppe. Ergebnisse: Die Betrachtung der Peakamplituden (PA) und Peakzeiten (TTP) zeigte im Falle der malignen Gruppe höhere Amplituden zu frühen Zeitpunkten. Für 22 analysierte Brüste (22 Patientinnen) erlaubte die Cut-off-basierte PTA-Analyse eine korrekte Identifizierung bei 12 von 14 malignen Läsionen (Tumorgröße: 8 – 80 mm; Sensitivität = 85,7 %). Eine falsch- negative Detektion wurde für den Fall eines 15 mm invasiven duktalen Karzinoms (IDC) und eines 16 mm invasiven lobulo-duktalen Karzinoms (ILDC) beobachtet. Von 8 [...]
doi:10.17169/refubium-7910 fatcat:pazb2rffbfd5rajqwfoznm6l74