Zucker, Zuckerwaren und künstliche Süßstoffe

G. Sonntag, C. Mai, A. Behre, A. Oelker
1905 European Food Research and Technology  
festen und flfissigen Anteil getrennt werden kann. Der fltissige Anteil besitzt folgende Konstanten: Spez. Gew. bei 15 o C 0,914, S~urezahl 15,3, Verseifungszahl 189,2, Esterzahl 173,9, Jodzahl 70,7. Der feste Anteil hatte eine Verseifungszahl yon 94,4 und elne Jodzahl yon 68,3. Bei einer zweiten Probe wurden 600/o flfissiges, ]dares, sehwach gelblich gef£rbtes (~1 und 400/0 eines nahezu weiigen festen Fettes erhalten. A. Hasterli]~. P. ~N. Raikow: Analyse eines Barenfettes. (Chem.-Ztg. 1904,
more » ... (Chem.-Ztg. 1904, 28, 272--273). --Frisches B~renfett sicht dem Schweinefett (Speck) sehr iihnlich; es hat grobkSrnige Struktur, ist rein weil~, klar und fast halb durchsichtig. Das Bauchfett ist ]darer und weicher als das ~ierenfett und hat einen angenehmen schwacher~ Geruch nach frischem Speck. Das ungeschmolzene Fett wurde bei etwa 1 ,Iahr langem Stehen in hermetisch verschlossener Flasche etwas gelblich und gleichzeitig bekam es einen schwachen Geruch nach ranzigem Schweinefett. Demgegeniiber blieb das vorher g.eschmolzene B£renfett wiihrend dieser Zeit unveri~ndert. Zur Analyse wurde das Fett bei 100 o geschmolzen, darauf warm filtriert und in verschlossenen Flaschen aufbewuhrt. Das so erhaltene Fett ist schwach gelblich, bei gewShnlicher Temperatur fast flfissig mit darin schwimmenden weiSen Tei]en. Sein Erstsrrungspunkt I~t]t sich schwierig ermitteln. Bei 0 ° ist das Fett immer noch nicht ganz erstarrt, sondern stellt eine dfinne salbenartige Masse dar. In Alkohol ist es nur wenig 15slich. Das spezif. Gewicht (bei 15 °) des Bauchfettes betrug 0,9209, das des lqierenfettes 0,9211. Die S~iurezahl des Bauchfettes betrug 2,3, die des :Nierenfettes 2,2; Esterzahl 192,6, 198, t; Jodzahl 98,5, 107,4; Reichert-Meit~l'sche Zahl 1,66, 1,15. Der Schmelzpunkt der in Wasser unlSslichen Fettsiiuren wurde nach dem Verfahren yon Pohl ermittelt und fiir Bauchfett "d2--321/4 ° C, fiir das ~ierenfett 30,5--310 gefunden. Vergleicht man die gefundenen Zahlen mit den Fettkonstanten der dem Bi~ren nahestehenden Tiere: ttund, Fuchs, Katze, so ergibt sich, dat~ das Bi~renfett sich yon den anderen unterscheidet durch ein etwas niedrigeres spezif. Gewicht, seinen niedrlgen Schmelzpunkt und dutch seine ziemlich hohe Jodzahl. Alle diese Abweichungen, durch welche das Bfirenfett sich dem Haselnu$Sle n~hert, lassen die Beeinflussung des Fettes durch die Nahmng (Haselnfisse) deutlich erkennen. A. J~asterllk. G. Sonntag.
doi:10.1007/bf01998036 fatcat:bav3dy4q4ra3ll6anaxji6d67u