Tracheoesophageal fistula

M Literatur Reed, D Mathisen
2003 Chest Surg Clin N Am   unpublished
Bei einem 53jährigen Patienten wird ein lang-streckiges inoperables Ösophaguskarzinom dia-gnostiziert. Eine palliative Chemotherapie mit Carboplatin/Taxol wird begonnen. Die Ernäh-rung erfolgt weitgehend über eine PEG-Sonde. Nach dem vierten Chemotherapiestoss klagt der Patient über starke Hustenattacken jeweils nach der peroralen Nahrungsaufnahme. Das CT des Thorax zeigt einen stationären Tumorbefund, es besteht jedoch der Verdacht auf eine ösophago-tracheale Fistel (OTF) (Abb. 1 x). In der
more » ... bb. 1 x). In der Bronchoskopie findet man einerseits einen Durchbruch des Tumors 12 cm unter der Glottis sowie 4 cm distal davon eine Fistelöff-nung, aus der sich schaumiges Sekret in die Trachea und den ganzen Bronchialraum ergiesst (Abb. 2 x). Die Ösophagoskopie bestätigt den stenosierenden Tumor und die Fistelöffnung knapp proximal der Stenose (Abb. 3 x). Therapeutisch erfolgt die Einlage eines beschich-teten Stents (Abb. 4 x). Wenig später kann der Patient wieder schluckweise ohne Husten trinken. Erworbene OTF sind selten. Es kann sich um ma-ligne oder benigne Veränderungen handeln (am häufigsten um einen Status nach endotrachealer Intubation). Therapeutisch stellt die ösophageale Stenteinlage bei der malignen OTF das Mittel der Wahl dar, bei der nichtmalignen Ursache steht ein chirurgisches Vorgehen im Vordergrund [1].
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