Der Einsatz von Standard-VLSI-Bausteinen bei der Realisierung neuer Rechnerstrukturen [chapter]

R. Kober, E. Schmitter
1984 GI — 14. Jahrestagung  
1 Allgemeines Der Studiengang Informatik an der TU Braunschweig wurde 1972 gegründet. Die Informatik ist die Wissenschaft der Struktur, Darstellung, Übertragung und Verarbeitung von Information. Dementsprechend befaßt sich die Informatik mit allen Aspekten der maschinellen Informationsverarbeitung. Die Informatik ist sowohl eine Strukturwissenschaft wie die Mathematik als auch eine Ingenieurwissenschaft, allerdings eine Ingenieurwissenschaft neuer Art. Die Informatik berührt in mehr oder
more » ... starkem Maße alle Gebiete in Wissenschaft, Industrie, Handel und Verwaltung. Die Berufschancen für Informatiker sind vielseitig und günstig. Das Studium und der Beruf eines Informatikers sind für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet. Ein fallender Anteil von Frauen unter den Studenten der Informatik an der TU Braunschweig wie andernorts veranlaßt uns, Frauen ausdrücklich zum Studium der Informatik zu ermuntern. Das Studium gliedert sich in ein Grundstudium, das mit der Diplom-Vorprüfung, und ein Hauptstudium, das mit der Diplom-Hauptprüfung abgeschlossen wird. Das Grundstudium ist, abgesehen von dem Nebenfach, für alle Informatiker einheitlich und dauert 4 Semester. Es ist in Abschnitt 2 im einzelnen beschrieben. Das Hauptstudium läßt größeren Raum bei der Wahl von Teilgebieten in der Informatik und der Wahl eines Nebenfachs. Als Informatik-Teilgebiete stehen an der TU Braunschweig die Kernfächer der Informatik (Theoretische Informatik, Programmierung und Reaktive Systeme, Software Engineering, Datenbanken und Informationssysteme, Hochleistungskommunikation und Multimediale Systeme, verteilte Systeme und Rechnernetze) sowie die zur Technik und den Naturwissenschaften ausgerichteten Gebiete (Computergraphik, Robotik und Prozeßinformatik, Entwurf integrierter Schaltungen, Rechnerstrukturen, Wissenschaftliches Rechnen, Nachrichtenverarbeitung) und Medizinische Informatik im Vordergrund. Abschnitt 3 beschreibt das Hauptstudium im einzelnen. In Abschnitt 4 werden die Arbeitsgebiete der Informatik-Institute kurz vorgestellt. Abschnitt 5 gibt eine Übersicht über die Nebenfächer. Ein Industriepraktikum ist nicht vorgeschrieben, jedoch ist eine studienfachbezogene Industrietätigkeit vor oder während des Studiums empfehlenswert. Der Studienplan ist auf einen Gesamtumfang von 160 Semesterwochenstunden (SWS) ausgelegt (dabei bedeutet eine SWS, daß in einem bestimmten Semester jede Woche eine Stunde Lehrveranstaltung stattfindet). Das entspricht einer Dauer von 9 Semestern einschließlich der Zeit für Diplomarbeit und Prüfungen. Diese Dauer ist für die Studierenden nicht verbindlich. Der reale Zeitbedarf pro Woche für das Studium ist etwa doppelt so hoch wie die Summe der SWS pro Semester, da zu jeder Veranstaltung Vor-und Nachbereitung gehört. Nach erfolgreichem Abschluß der Diplomprüfung wird der akademische Grad eines Diplom-Informatikers bzw. einer Diplom-Informatikerin verliehen. Die Möglichkeit zu promovieren ist ebenfalls vorgesehen. Dafür ist neben der Anfertigung einer Dissertation eine Ergänzung und Erweiterung der Ausbildung notwendig.
doi:10.1007/978-3-662-07491-6_13 dblp:conf/gi/KoberS84 fatcat:iyjdg5ummvcypgdokb4emucgfi