Über den Nachweis des Quecksilbers als Oxydimercuriammoniumjodid

Joseph Klein
1889 Archiv der Pharmazie  
Unter den Reaktionen zum Nachweis des Quecksilbers habe ich in meinen Vorlesungen iiber qualitative Analyse und Ausmittelung der Gifte bisher stets die Emwirkung des Chloramnioniums auf eine akalische Quecksilberjodidjodkaliumlosung erwlhnt , eine Reaktion , welche die Unikehr der Nefsler'schen ist, die zum Xachweis kleiner Mengen yon Xnimoniak oder Ammoniaksalzen benutzt wird. Obgleicli es mir auffiel, dafs diese so einfache und naturgemIke Methode des h'achweises des Quecksilbers in keinem
more » ... ilbers in keinem der ausftihrlichen Lehr-und Handbucher angegeben ist, welche die erwghnten analytisch-chemischen Flcher behandeln, so habe icli doch darauf verzichtet, die Empfindlichkeit der Reaktion besonders noch hervorzuheben, von der ich mich wiederholt wahrend des praktischen Unterrichts ilberzeugte, wenn dieallerdings auch als weniger gut anerkannte -Reaktion mit Jodkaliumlosung dern Untersuchenden ausblieb. Nachdem nun in der neuesten Auflage YOU D r a g e n d o r f f ' s Ermittelung von GiRen die Umkehr der Kefsler'schen Reaktion beim Quecksilbernachweis nicht angefdhrt ist, mufs ich annehmen, dafs man iiberhaupt der hier zu behandelnden Methode nicht die gebiihrende Aufnierksamkeit schenkte oder daL3 das NaturgemLfse der Methode nicht einmal auffiel. Die folgenden 13eobachtungen sollen die Empfindlichkeit der Reaktion darthun. Versetzt inan eine QuecksilberchloridlOsung mit so vie1 Jodkalium, dafs eine Mare Fliissigkeit wieder entsteht, figt dann Natronlauge hinzu und schliefslich einen Tropfen Chlorammonium , so erhllt inan eine Triibung von Gelb bis Braun, je nach der Menge des vorhandenen Quecksilbers. Der Xiederschlag resp. die Trtibung entsteht in Folge der Hildung von Oxydimercuriamlnoniumjodid : 2HgJ& + 3KOH + NH, = Hg,N&OJ + 7KJ + 2H& 1st die Menge des vorhandenen Quecksilbers etwas betrxchtlich, so entsteht jedesmal zunlchst der rote Xiederschlag von Quecksilberjodid, welcher sich in der iibenchilssigen Jodkalilosung lost; in dem
doi:10.1002/ardp.18892270203 fatcat:kmh7zimm4jaulkqpzobapd5byu