Rezension zu: Das städtische Museum in Eger

Heinrich Heerwagen, Mitteilungen Aus Dem Germanischen Nationalmuseum
2016
Behandlung des Stoffes mufs aber mit Nachdruck hervorgehoben ·werden, dafs die Gruppierung desselben eine recht glückliche 1st. Die Schriftquellen sind mit bewunderungswürdigem Fleif zusammengetragen und ihre Zusammenstellung allein verleiht dem Werke für die deutsche Kulturg schichte einen dauernden Wert. Der Verfasser beginnt mit dem gemeingermanischen Wohnbau als Ausgangspunkt für die späteren stammesverschiedenen Bauarten. Aus den sogenannten Hausurnen sucht er Entwicklung und
more » ... estehen der Grubenhütten, des Zelts und der Jurte zum eigentlichen Haus in prähistorischer Zeit darzulegen. Den Abschlufs dieser Epoche bildet die vorchristlich-römische Zeit. Daran chliefst sich die Untersuchung des germanischen Wohnbaus nach Ost-und Westgermanen geschieden . vor und während der Völkerwanderungszeit im Stammland, und weiter auf fremder Erde während und nach der Völkerwanderungszeit. Dieselbe Einteilung ist für den entwickelten stammesverschiedenen Wohnbau auf heimatlichem und fremdem Boden nach der Völkerwanderungszeit gewählt. Es entspricht den Verhältllissen, clafs die Quellen natürlich in den späteren historischen Zeiten weit reichlicher fliefsen , als in den früheren, insbesondere gilt dies auch von den Denkmalsquellen. Für den nordischen Wohnbau aber tritt insbesondere noch die Analogie mit den späteren Bauten, die die frühere Art treu bewahrten, hinzu, um eine verhältnismäfsig zuverläfsige Anschauung zu ermöglichen . H. St.
doi:10.11588/mignm.1901.0.27993 fatcat:gppgngwb5bd7rj2irtjf5hxpvm