Förderung der Biodiversität auf Entwicklungsarealen : Beispiel Hobelwerk, Oberwinterthur

Mathujah Manikkan
2021
Angesichts des weltweit ansteigenden Bevölkerungswachstums und der damit verbunden Verdichtung der Städte, steigt der Verlust der Biodiversität. In der Vergangenheit wurden bereits einige Konzepte zur Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum entwickelt, um diesem Problem entgegenzuwirken. Siedlungsgebiete weisen aufgrund ihres mosaikartigen Raums Nischen für viele Tier-und Pflanzenarten auf. Die Baugenossenschaft «mehr als wohnen» steht mit der Überbauung des ehemaligen Hobelwerks in
more » ... terthur vor der neuen Herausforderung eine innovative und nachhaltige Siedlung zu entwickeln. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Biodiversität auf dem Siedlungsareal «Hobelwerk» gefördert werden kann und wie konkrete Umsetzungsmöglichkeiten dafür aussehen können. In einem ersten Schritt wurde dafür eine Standortanalyse durchgeführt, um einzuschätzen, wie ökologisch die Siedlung geplant wurde. Diese umfasste diverse Abfragen der Wildtierbestände auf dem Areal und in der Umgebung von verschiedenen Datenbanken. Die Freiraumplanung weist eine Vielfalt verschiedener Vegetationstypen und Lebensräume auf. Wildtierbeobachtungen von Mauerseglern, Mehlschwalben, Braunbrustigeln, diverse Schmetterlingsarten, Eidechsenarten und Wildbienen wurden mehrfach protokolliert und demzufolge als Leittierarten für diese Arbeit definiert. Anhand der Bedürfnisse der Leittierarten wurden Möglichkeiten untersucht, um ihnen einen Lebensraum auf dem Areal zu ermöglichen. Als Hauptergebnis konnten sechs Massnahmen zur Förderung der Biodiversität auf dem Areal «Hobelwerk» definiert werden. Die Massnahmen beinhalten die Förderung der Leittierarten mit detaillierten Empfehlungen für Nahrungsangebote sowie Nist-und Unterschlupfmöglichkeiten.
doi:10.21256/zhaw-22885 fatcat:ovxp5slvynfnjkzrzdbo3g7y3m