Hybride Objekte verbinden Personen und Generationen Weitergabe-Gedenken-Transzendenz

Schüsselwörter: Hybridstrukturen, Persönliche Objekte, Vorgänger-Nachfolger, Transgenerationale Weitergabe
2013 Nachfolge in Familienunternehmen, Trauer, Transzendenz 1 Journal für Psychologie, Jg   unpublished
Zusammenfassung In diesem Aufsatz wird die »magische« Sinnaufladung von Objekten und deren Involvierung in soziale Zusammenhänge, Bedeutungs-und Handlungskontexte behandelt, so dass sie zu personalen Hybridstrukturen gestaltet werden. Dinge können Ausdruck einer Person sein, die diese hervorgebracht, gestaltet hat und besitzt. Bei einem Besitz-Wechsel (Vorgänger-Nachfolger-Übergang) oder beim Abtritt eines Besitzers oder einer Besitzerin z.B. durch Ruhestand oder Sterben kann diese/r durch
more » ... diese/r durch seine/ihre personal geprägten dinglichen Hinterlassenschaften fortwährende Wirkung in der Nachwelt entfalten. Diese transgenerationalen Verbindungen werden in den alltagsweltlichen Bereichen Unternehmensweiter-gabe, Erben und Trauern/Gedenken illustriert. Es wird deutlich gemacht, dass in diesen Zusammenhängen existenzielle Fragen des Weiterlebens, der Bindung an die Vergangenheit sowie der Un-/Sterblichkeit ausgehandelt werden. In Form eines sozialwissenschaftlichen Essays wird versucht, ein theoretisch wie alltagswelt-lich bedeutsames Problem hinsichtlich seines phänomenalen Zuschnitts und seiner Begrifflichkeiten neu zu dimensionalisieren. Summary This article is concerned with the near magical charging of objects with meaning and with the role of these objects in social situations and inter-/actions, where they obtain the character of personalized hybrid structures. Objects may be the expression of an individual, who created, shaped, and owns them. When owners relinquish objects in the course of predecessor-successor transitions that arise from retirement or death, these may continue to have a lasting effect on the new owners through the personally charged material legacy. These transgenerational bonds are discussed and exemplified for different, mundane situations including succession in family business, inheritance, mourning, and remembrance. The article shows that personalized linking objects lead to the articulation and negotiation of existential questions concerning continued presence, attachment to the past, and im/mortality. Drawing on the genre of the social scientific essay, I develop new categories for thinking about and understanding a problem of interest and relevance to both theory and everyday, mundane life.
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