Über Alkaloide der Phenanthrenreihe

J. Gadamer
1913 Angewandte Chemie  
Aufsatzteil. Gadamer : Wber Alkaloide der Phenanthrenreihe. 035 26. -Jahrgang 1913.3 tancarbonsaure, sowie einen Korper Cl,H2,02 ( 2) von sehr intensivem, iiblem Geruch. -E d e 1 t a n n e n s a m e n 6 1 hat nach S c h i m m e 1 & C 0. 14,) dieselben Eigenschaften, wie das gewohnliche Zapfenol. -Im 61 von E 1 i o n u r u s t r i p s a c o i d e s kommt als Hauptbestandteil ein Sesquiterpen ~o r l *~) . . -Zahlreiche neue Eucalyptusole haben B a k e r und S m 1 t h 145), die bekannten
more » ... kenner, beschrieben. -K a k a o o 1. Als Hauptbestandteil dieses oles nehmen B a i n b r i d g e und D a v i e s 146) Linalool an. Es kommen auBerdem viele Ester in dem Produkt vor, die aber vermutlich von den Bohnen aus der Garungsflussigkeit aufgenommen sind. -Ki r s c h k e r n o 1 zeigt groBe Ahnlichkeit rnit Bittermandelol147). -Aus dem N e p a 1 -C a m p h e r h o l z hat P i c k l e s 1 4 8 ) ein 81 gewonnen, das hauptsachlich aus Safrol, Myristicin und Elemicin besteht. -B a k e r und S m i t h las) beschreiben das Destillat von P r o s t a n t h e r a c i n e o l i f e r a , das 61% Cineol, sowie Carvacrol, Thymol, Cuminaldehyd, p-Cymol und Pinen ( 2) enthllt. r Das 01 der Blatter von R a v e n s a r a a r om a t i c a besteht nachF e r r a u d u n d B o n n a f o u s lSo) aus einem Terpen und einem sauerstoffhaltigen Korper. -Einige wenig bekannte oder neue ole, wie das von Achasma walang, Eryngium foetidum, Piper aduncum, und das aus Champacablattern hat d e J o n g 151). beschrieben. Letzteres soll in Java im GroBen destilliert werden. -SchlieBlich bleibt noch eine Arbeit von S c h o r g e r 1 5 2 ) iiber die Terpentinole einiger amerikanischer Kiefern zu besprechen ubrig. Interessant ist das Vorkommen von 1-P-Phellandren im Terpentinol von Pinus contorta und von d-Cadinen im Terpentinol von Pinus edulis. Die ubrigen neuen Terpentinole zu beschreiben, wiirde zu weit fiihren. Die Alkaloide des Opiums konnen, soweit ihre Konstitution erforscht ist, als Derivate des Benzylisochinolins (Papaverin, Laudanosin, Narcotin, Narcein) oder des mehr oder weniger hydrierten Phenanthrens (Morphin, Kodein, Thebain) aufgefaat werden. Letztere sind nicht gleichzeitig Isochinolinabkommlinge, doch stehen sie zum Isochinolin in naher Beziehung, wie die Entstehung des Apomorphins aus Morphin und Kodein, des Morphothebains aus Thebain erkennen 1aBt. Wie die Kette CH,NCH2CH2 in den Morphiumalkaloiden mit dem hydrierten Phenanthrenkern verknupft ist, ist trotz zahlreicher, miihevoller und geistreicher Arbeiten von V o n g e r i c h t e n , F r e u n d , K n o r r , P s c h o r r und neuerdings von W i e 1 a n d und K a p p e 1m e i e r noch nicht mit Sicherheit ermittelt worden. Die meisten Anhiinger haben zurzeit die Briickenformeln von K n o r r und H o r l e i n . Die echten IsochinolinderiGate Apomorphin und Morphothebain sind keine Naturprodukte. Es war daher von Wichtigkeit, als in den Corydalis-(Glaucium-) Alkaloiden Bulbocapnin, Corydin, Corytuberin, Glaucin und wahr-143) Ber.
doi:10.1002/ange.19130268502 fatcat:u7azcvyfmra6nf4ydqmjszxy7e