Die Erkennung der fötalen Syphilis

Rudolf Hecker
1902 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
Auf 100 geborene Kinder treffen in unseren Grossstadten durchschnittlich 3-4 Todtgeburten. So betrug in München die Gesammtzahl der Geburten im Jahre 1899 17 103 mit 531 = Todtgeboronen (Hamburg 3,50/e). Iii der Frauenklinik kamen zur selben Zeit auf 1302 Geburten sogar 89 = 6,8°/e Todtgeburten. Seit den Untersuchungen von C. Hecker, Ruge, Polinow u. a. Ist es bekannt, dass weitaus die grösste Zahl der Aborte veranlasst ist durch Syphilis der Erzeuger, zumeist des Vaters, die auf die Frucht
more » ... auf die Frucht ibertragen wurde. So nimmt Ruge das Vorhandensein von Syphilis in 83°/e, Poilnow in 76°/e der Todtgeburten an. Mein eigenes Material, das aus 62 vollständig sezirten und mikroskopisch untersuchten Aborten besteht, ergab folgendes Resultat. Von den 62 Todtgeburten waren sicher nicht syphilitisch 16 = 26°/e bestimmt syphilitisch 33 = endgültig zweifelhaft 6 = 9,7°/e " negativ
doi:10.1055/s-0028-1139035 fatcat:yutgmaqenbgsjg3eqtvmpi6psy