Rahmenplan Feldberg 2020 – Studie zur nachhaltigen Entwicklung der Tourismus-Destination

Ralf Roth, Hans-Peter Faas, Frank Armbruster, Patricia Förschner
2013
Abbildung 5: Kapazität der Liftanlagen und Skipisten RAHMENPLAN "FELDBERG 2020" -Studie zur nachhaltigen Entwicklung der Sporttourismus-Destination 12 © Deutsche Sporthochschule Köln Erschließung und Erreichbarkeit Gute Erreichbarkeit kann zu einer erhöhten Standortgunst eines Ortes beitragen. Aus raumplanerischer und regionalökonomischer Sicht ist die Verkehrserschließung demnach eine Schlüsselgröße. Zudem lassen sich mit der Quantifizierung der Erschließung und Erreichbarkeiten Erkenntnisse
more » ... rüber gewinnen, wo ein Ausbau der Verkehrsinfrastruktur einen Nutzen bringt. Die Erreichbarkeit legt die gebaute Verkehrsinfrastruktur in Reisezeitdistanzen um. Die Operationalisierung der Erreichbarkeit erfolgt im Feldberg-Projekt anhand verschiedener Indikatoren. So wurden die Reisezeit zum Feldberg , die Isochronen, sowie die Potenzialerreichbarkeit berechnet, analysiert und abschließend in den Dialogprozess eingebracht. Die Grundlagen dazu liefert die regionale Verkehrsmodellierung, die es ermöglicht, alle Reisezeiten zwischen den Gemeinden für den Individualverkehr (MIV), wie auch für den öffentlichen Verkehr (ÖV) zu errechnen. Die berechneten Indikatoren zeigen allesamt das hohe Erreichbarkeitsniveau der Feldberg-Region. Erreichbarkeit Individualverkehr (MIV) Für das tagestouristische Quellgebiet, das mit einer Anfahrtsdauer von bis zu 2 Stunden angesetzt werden kann, wurde eine Berechnung des kürzesten Anfahrtswegs, der MIV-Isochronen, durchgeführt (vgl. Abbildung 6). Unter der Voraussetzung, dass die Skifahrer sich im Einzugsgebiet homogen verteilen, ergibt sich für die zu erwartende Anreise das folgende Bild: über die B500 von Titisee über Bärental kommend reisen ca. 70% der Tagesgäste an. Dies liegt an der vergleichsweisen guten Verbindung über die B31 von den Autobahnen A5 und A81. Über Todtnau / Wiesental reisen ca. 20% an. Die B500 aus südöstlicher Richtung von Waldshut über Bärental erschließt ein vergleichsweise kleines Einzugsgebiet, weshalb aus dieser Richtung nur ca. 10% der Anreise zu erwarten ist.
doi:10.25847/iosu.2013.032 fatcat:y36duj4ftzh3jgf4sxzkldejue