Rapid Sequence Induction

Jochen Hinkelbein, Peter Kranke
2018 AINS. Anasthesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmertztherapie  
ZusammenfassungDie "Rapid Sequence Induction and Intubation" (RSI oder RSII) ist bei Patienten mit erhaltener Kreislauffunktion die Standardmethode, um schnellstmöglich eine Atemwegssicherung im Rahmen einer Notfallsituation bzw. Narkose durchzuführen. Ziel einer RSI ist es, eine Aspiration durch die schnelle endotracheale Intubation und den Verzicht auf eine Zwischenbeatmung zu verhindern.Auch heute besitzen nur wenige europäische Länder eine explizite Handlungsempfehlung zur Durchführung
more » ... r Durchführung einer RSI. In der täglichen klinischen Routine hat sich die Kopfhochlagerung etabliert, die gegenüber den anderen Lagerungsarten gewisse Vorteile bietet. Eine liegende Magensonde sollte i. d. R. während der RSI belassen werden und muss nicht zwingend in den Ösophagus zurückgezogen werden. Wenn keine Magensonde gelegt wurde bzw. bereits lag, ist die Einlage einer Magensonde nach Intubation sinnvoll. Vor der RSI sollte im Normalfall ein Opioid appliziert werden, da die Dosis kreislaufwirksamer Hypnotika und die hämodynamische Stimulation bei der Intubation reduziert werden können.
doi:10.1055/a-0628-3122 pmid:30176690 fatcat:ownpzfx3arecpfi4tgf3uirsn4