Über die rämuliche Bedeutung der Koordinationszahl bei mehrkernigen Verbindungen

Hans Reihlen
1920 Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie  
Mit 11 Figuren im Text. Durch die Spaltung der Dodekammin-hexol-tetrakobttltisalze in zwei optische Antipoden hat WERNER~) bewiesen, daB auch bei mehrkernigen Verbindungen die oktaedrische Anordnung der Molekule bzw. Molekulreste um ein Kobaltatom erhalten bleibt. Das Kntion der Salze: let offenbar sufzufassen als eine Kombination von 4 Oktaedern, die so zusammenhiingen, da13 der mitt,lere Oktaeder mit jedem der drei auBen sitzenden 2 OH-Gruppen = 2 Ecken und damitaua rein geometrischen
more » ... ometrischen Griindeneine Kante gemeinsam hat. Es sind dsbei zwei spiegelbildliche Anordnnngen moglich, was das Auftreten dieser Isomerie erklart. Eine Bestatigung dieser Anschnuung ist ferner darin zu sehen, da8 bei zweikernigen Kobaltiaken niemals mehr als drei Bruckenbindungen beobach te t wur den. Die beiden Oktaeder haben in derartigen Komplexen offenbar drei Ecken und damit eine Flache gemeinsam. Mit mehr als einer Flache konnen sich aber zwei Oktaeder nicht beruhren, deshalb bornen bei zweikernigen Verbindungen nicht mehr als drei Briickenbindungen auf treten. 2, Bei den dreikernigen Kobaltiverbindungen liegen die Verhaltnisse weniger einfach a3s bei den zweikernigcn, worauf WERNER~) a(usdriick1ich hinweist.
doi:10.1002/zaac.19201140105 fatcat:fbcbeurpanb2zh7czgvi7cc77e