Miscellen

Friedrich Schwally
1891 Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft  
™ at. Kanon. 253 ist die Wendung Q^D ΓΡΊΠΚ2 erst im Exil gebildet worden und diente zur Bezeichnung der Zeit, in der nach vollkommener Bufse und vollendeter Erkenntnis des Volkes das gehoffte Messiasreich als gerechter Lohn f r die Frommen erscheinen sollte. 9) [D n ]piro Tr stungen] = l&L?oa Auferstehung. D^OinJ Tr stungen geh rt zu ϋΠ3 tr sten, Jia^aj zu auferwecken, >=^^j auferstehen. Die etymologische Zusammengeh rigkeit dieser Worte wird von niemand bestritten werden. Anders steht es mit
more » ... r Frage, wie die Bedeutungen "tr sten" und "auferwecken" miteinander zu vermitteln sind. Dieselbe ist meines Wissens berhaupt noch nicht aufgeworfen worden. Das Folgende will nur ein Versuch sein sie zu l sen. Auf alle F lle ist die aram ische Bedeutung gegenber der hebr ischen secund r, da Auferstehung ein sp ter theologischer Begriff ist. Andererseits ist es aber kaum m glich von der Bedeutung "tr sten" zu der des "Auferweckens" zu gelangen. Man kann wohl sagen, dafs die Auferstehung eine Tr stung der Verstorbenen ist, aber man kann nicht einleuchtend machen, dafs das Aram ische eine Wurzel, welche die vage Bedeutung "tr sten" besafs, zur Wiedergabe νση άνίΰτημ^ άνάοταύις etc., hebr. Π'ΠΠ, benutzt haben sollte.
doi:10.1515/zatw.1891.11.1.253 fatcat:qegvwt7jhrhdnjwy75w3aohq5a