China lesen und träumen

Anna Theresia Pasteka
2013 unpublished
Diese Arbeit behandelt das Leben und literarische Schaffen des weniger bekannten russischen Emigrationsdichters Valerij Perelešin. Der Schwerpunkt liegt auf Perelešins Werken, die in Zusammenhang mit seiner zweiten Heimat China stehen. Sein chinesisches Umfeld beeinflusst nicht nur seine dichterische Tätigkeit, sondern veranlasst ihn auch, die chinesische Sprache zu erlernen und sich mit der chinesischen Kultur und Literatur zu beschäftigen. Um den gesellschaftlichen Hintergrund zu zeigen, wird
more » ... ein Überblick über die russische Emigration in China, mit den beiden Zentren Harbin und Shanghai, gegeben. Perelešins Gedichte weisen einen starken autobiographischen Bezug auf; dies trifft besonders auf seine "chinesischen" Gedichte zu, in denen er seine persönlichen Erfahrungen und Emotionen dichterisch verarbeitet und chinesische Motive und Symbole in seine Werke einfließen lässt. Dadurch wird eine einzigartige Verbindung zwischen der chinesischen Kultur und dem russischen Dichter geschaffen. Perelešin ist nicht nur als Dichter tätig, sondern widmete sich ebenfalls der Übersetzungskunst. So beginnt er bereits während seiner Studienzeit klassische chinesische Gedichte ins Russische zu übersetzen. Insgesamt übersetzt der Autor mehr als 150 chinesische Gedichte, und zwei klassische philosophische Werke. Valerij Perelešin ist ein interessanter und vielseitiger Autor, der in seinem literarischen Schaffen äußerst produktiv ist, der aber weder zu Lebzeiten noch heute die Würdigung erfährt, die ihm gebührt. Er ist von der Wissenschaft und von der Leserschaft noch zu entdecken.
doi:10.25365/thesis.25918 fatcat:kkvsrl76fbgy5pp4n3oaia4o7y