Wirkungen des Aleph im Babylonisch-Assyrischen

P. Jensen
1892 Zeitschrift für Assyrologie und Vorderasiatische Archäologie  
Nachdem man längst gefunden hatte, dass verschwundene Hauchlaute im Assyr.-Bab. ihre Spur in einer " Ver--Wandlung" des ihnen vorangehenden oder nachfolgenden Vokals in e oder i zurückgelassen und dass weiter so entstandene E-und I-laute sich ausserordentlich oft benachbarte Laute assimiliert haben, blieben doch noch zahllose unerklärte Formen übrig, deren Vokalismus scheinbar grundlos von dem entsprechender Bildungen in den verwandten Sprachen abwich. Ich darf mir das Verdienst zumessen, durch
more » ... die Entdeckung, dass gewisse Laute den Etacismus (und Itacismus) begünstigen, in eine grosse Menge solcher Formen das erklärende Licht hineingebracht zu haben, welches dann von ZIMMERN noch erheblich verstärkt wurde. Ich wüsste unter den assyrischen Formen kein Wort mit e (und i) für zu erwartendes a (und u\ bei dem nicht entweder der Verlust eines Hauchlautes anzunehmen wäre oder eine Liquida oder ein Zischlaut folgte oder vorherginge. Im Neubabylonischen der Achämeniden-Inschriften macht sich der Etacismus dann noch mehr breit. Unerklärt blieben nun noch eine Reihe anderer Formen, in denen u für etymologisches a erschien, worüber ZIMMERN Einiges beobachtet hat und auch ich Allerlei zu sagen hätte. Zu dergleichen vokalischen Abweichungen gehören auch Formen mit a für etymologisches u und i, Zeitschr. f. Assyriologie, VII.
doi:10.1515/zava.1892.7.1.211 fatcat:fthwj7l3qzhdzodkpowtpwktka