Das Verhalten der Leukocyten im menschlichen Blute unter dem Einfluss der Massage

Erik Ekgren
1902 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
aus Stockholm. Wenn man die Litteratur fiber die Massage durchsieht, so fällt auf, dass der Einfluss der Massage auf die Blutbesohaffenheit nur eine geringe Beachtung und ein geringes Studium gefunden hat. Das ist um so befremdlicher, als an fast allen Stellen die gtinstige Einwirkung der Massage auf die Blut-und Lymphcirkulation speziell betont wird. Auch aus einem anderen Grunde liegt es nahe, den Einfluss der Massage auf die Blutzusammensetzung zu verfolgen, und zwar, weil bei der Massage
more » ... bei der Massage der flüssige Inhalt ausgebreiteter Gewebspartieen in die Säfte, bezw. in das Blut hereingepresst wird. Da man vermuthen darf, dass hierbei chemötaktisch wirksame Substanzen ins Blut gelangen, so besitzt das Verhalten der Leukocyten, namentlich die Mischungsverhältnisse derselben, auch aus diesem Grunde ein besonderes Interesse. Kennen wir doch eine experimentelle Leukocytose (Rieder), z. B. die durch Verabreichung von gewissen Arzneimitteln, Bakterienproteïnen und anderen eiweissartigen Stoffen erzeugte. Versuche, durch elektrische Reize eine Leukocytose hervorzurufen, sind (nach Rie der) negativ ausgefallen. Dagegen scheint es, speziell nach den Untersuchungen von Winternitz, dass hydrotherapeutische Maassnahmen im Stande sind, die morphologische und chemische Zusammensetzung des Blutes zu verändern. Unmittelbar nach Kälteeinwirkungen beobachtete er eine beträchtliche Leukocytose, und er sowie seine Schüler S t r a s s e r und Dieses Dokument wurde zum persönlichen Gebrauch heruntergeladen. Vervielfältigung nur mit Zustimmung des Verlages.
doi:10.1055/s-0028-1138821 fatcat:rsc2cbbtjfaqfn34s5foarnwqu