Ueber die Definition des Tones, nebst daran geknüpfter Theorie der Sirene und ähnlicher tonbildender Vorrichtungen

G. S. Ohm
1843 Annalen der Physik  
ANNALEN n o . 8. DER PHYSIK UND CHEMIE. BAND LIX. I. U e b h die Dejnition des Ybnes, nebst rlaran gekntipfter Theorie cler Sirene und uhnlicher tonbiktender Vorrichtungen; Fon G. S. Oh rn. 1) A s ich vor Kunem meine friiheren Untersuchungen tiber Combinatioustane und St6he in's Reine zu bringen mir vornahm, trat mir platzlich eine nicht unerhebliche Bedenklichkeit entgegen. Ich hatte nzmlich dabei stets als ausgemachte Sache vorausgesetzt, dals die Bestandtheile eines Tones, dessen
more » ... dessen Schwingungsmenge m seyn SOH, die Fonn a.sin2amt oder a.cos2amt einhalten miissen, worin t die Zeit und a die Schwingungsweite ffir die aufeinander folgenden Tonelemente bezeiclmen, und umgekehrt, dals eine Succession von Eindriicken auf unser Obr, welche ununterbrochen die hier aufgestellte Form einhalt, a i d nothwendig die Empfiudung eines Tons bewirken miisse. Aber S a v a r t ' s und C a g n i a r d L a t o ur's Einfiihrung von besondern Tonerregungsweisen scheint jene aus alter Zeit herstammende Voraussezzung aus ihrer sichern Position vertreiben zu wollen, wie wenigstens die Worte von mehrern, uns wohl bekanuten Akiistikern anzudcuten scheinen. R a b e r drtickt sich hieriiber im Repertorium der Phgsik Bd. 111, S. 30. wartlich so aus: "Zu diesem Zwecke sey es erlaubt die bekaonten Versuche S a v a r t ' s und C a g n i a r d d e L a t o u r ' s zur Encugung der Tboe zu beriihren. Suchen pvir das Gemeinschaftliche dieser Versucbe, sowobl dejenigen von S a v a r t iiber die tiefsten und hiichsten hiirbaren Tihe, als dejenigen von C a g n i a r d L a t o u r , welche den Gebrauch der Sirene betreffen, so finden wir, dafs die Erzeugung des Tones nur durch die regelmiilsige Wieder-Poggendorff's Annal. Bd. LIX. 33
doi:10.1002/andp.18431350802 fatcat:a36t5kpnxze7rogu3kwm6nrcda