Notiz

1894 Beiträge zur Geschichte der Deutschen Sprache und Literatur  
SIE VERS, GRAMMATISCHE MISCELLEN gleichzusetzen, das auch ausserbalb des ags. im altn. hlenni, hlennimatir Räuber* (aus *Manpja) einen nahen verwanten besitzt. Kögel scheint sich darüber zu wundern, dass ich in einer fussnote Beitr. 17, 319 'die Identität von landeri mit ags. hlotiere bereits als erwiesene tatsache' betrachte, und meint 'es scheint mir aber noch nicht bewiesen zu sein, dass das ags. o wirklich aus an hervorgegangen ist. Ich halte es vielmehr bis auf weiteres für ein urgerm. o,
more » ... it rücksicbt auf das altnfr. te hlothe 'ad praedam' Gl. Lips. 578. Denn in dieser spräche geht die lautgruppe anp nie in öö über. 9 Ich weiss nicht, worauf Kögel dies apodiktische urteil basiert, vermute aber, dass es die Vorstellung ist, die er sich über die spräche des betreffenden den k m als gebildet hat, wie sie nach seiner meinung als 'niederfränkisch' hätte sein sollen. Nimmt man statt dessen diese spräche wie sie wirklich ist, so wird man doch zugeben müssen, dass es nichts auffälliges hat, wenn man in einem texte der die formen farkütha 'abominabiles' 286, süthon (hs. futhon) 'austro' 365, suitho 'nimis' 871 aufweist (vgl. Cosijn, De oudnederl. psalmen s. 62), auch ein hlothu (denn so, nicht te hlothe hat die hs.) für *hlanthu findet. LEIPZIG, 6. november 1894. E. SIEVERS. Notiz.
doi:10.1515/bgsl.1894.1894.19.560a fatcat:rrdgi3i54nbkhpsnszujmcx4ea