Ein Fall von primärem lipomatösem Muskelangiom im Musculus masseter

Alfred M. Szenes
1916 Deutsche Zeitschrift für Chirurgie  
zenes an der chirurg. Abt. (Mit I Abbildung.) Muskelangiome sind relativ seltene Geschwfilste. Kolaczek stellte im Jahre i9o8 95 F~lle zusammen, davon betrafen 42 F~lle, also fast die I-I~lfte, die Muskulatur der unteren Extremit~it, und daselbst wieder am h~.ufigsten den massigsten Muskel derselben, n~mlich den M. quadriceps femoris (in 19 F~.llen); dagegen betrafen nur 6 F~lle die Muskulatur des Kopfes, davon 4 F~lle den M. masseter, also zwei Drittel der F~lle an der Kopfmuskulatur, w~.hrend
more » ... uskulatur, w~.hrend die 2 fibrigen I~'~lle in der Zungenmuskulatur und dem M. rectus oculi meal. sich fanden. In der Zusammenstellung nehmen also die Masseter-F~lle 4,2 Proz. ein. D a v i s stelhe im Jahre I9o8 im ganzen 153 F~/lle von Muskelangiomen zusammen, wobei die F~.lle yon K o 1 a c z e k inbegriffen sind; 13 F~lle betreffen die Kopfmuskulatur und darunter 9 F~,lle den M. masseter, also wieder fast zwei Drittel; a|s anderweitige Lokalisation kommt hier noch der M. orbicul, palpebrarum und M. buccinator in Betracht. Allerdings werden in der Zusammenstellung von D a v i s 2 Masseterangiom-F/ille von P a n t a 1 e o n i zitiert und der eine als zitiert bei Kolacz e k angegeben; jedoch wird dieselbo Arbeit yon Pantaleoni wie bei Kolaczek zugrunde gelegt, so dab nicht einzusehen ist, weshalb nicht K o 1 a cz e k beide F~,lle zitiert h~,tte. Die Originalarbeit von P a n t ale o n i war nicht zug~,nglich und es mul3 daher fraglich erscheihen, ob es sich nur um I oder 2 F~lle handelt, was ja bei der Seltenheit der Masseterangiome immerhin eine Rolle spielt.
doi:10.1007/bf02802478 fatcat:ad6vxkbiafflrhfeh4pm4rybqy