Korrektheit und deren Durchsetzung im Umfeld langdauernder Abläufe [article]

Friedemann Schwenkreis, Universität Stuttgart, Universität Stuttgart
2002
In der vorliegenden Dissertation wird ein Modell erarbeitet, um transaktionale Eigenschaften, wie man sie aus dem Datenbankbereich kennt, auf langdauernde Abläufe übertragen zu können. Insbesondere fokusiert die Arbeit dabei auf den Problembereich des parallelen Zugriffs auf dieselben Datenobjekte. Zur formalen Beschreibung langlebiger Abläufe geht der vorgestellte Ansatz davon aus, dass ein Ablauf mit Hilfe des sogenannten ConTract-Modells beschrieben werden kann. Für diese Abläufe wird eine
more » ... ansformation auf eine formale Notation bzw. eine formale Ausführungsmaschine erarbeitet und ein Historienbegriff definiert, der dem transaktionalen Historienbegriff ähnelt. Hierauf aufbauend wird eine Korrektheitsbegriff erarbeitet, der es erlaubt über die Korrektheit von Abläufen zu entscheiden. Anschließend beschäftigt sich die Arbeit mit der Umsetzung des Korrektheitsbegriffs in ein Laufzeitsystem zur Sicherstellung der Korrektheit. Es wird dabei speziell auf die Aspekte eingangen, die sich bei einer Einbettung der Mechanismen in das prototypisch vorliegende Laufzeittsystem von ConTracts (APRICOTS) ergeben. Insbesondere werden hier die Aspekte der Verteilung und der Ausfallsicherheit diskutiert. Die Arbeit schliesst mit der Identifikation offener Arbeitsgebiete sowie von Einschränkungen, die das ConTract-Modell noch aufweist. Es wird dabei deutlich, dass transaktional Zusicherungen nicht ohne Weiteres verallgemeinert werden können und möglicherweise neue Wege einzuschlagen sind, um weitere Anwendungsfelder entsprechend unterstützen zu können.
doi:10.18419/opus-2478 fatcat:r23pbhuwmrgwxez2wtk4wf5spy