Neuer Wein in neuen Schläuchen

2011 PrimaryCare  
PrimaryInternational Die UEMO-Generalversammlung 2010 fand vom 12. bis 13.November in Porto, der Stadt des Portweins, statt. Im Gegensatz zumPortwein, der alsalter Wein in alten Fässernambesten mundet, versuchten wir mit Kolleginnen und Kollegen aus fast allenE U-Ländernd er europäischen Hausarztpolitik mit neuen Inhalten und neuen Strukturen mehr Bisszugeben. Das UEMO-Präsidium istv on Portugal an Ungarn übergeben worden. Die ständigen Arbeitsgruppen sollen von aktuells echs auf zwei
more » ... auf zwei redimensioniert werden. Diesen Arbeitsgruppen geht es vor allem um die gesamteuropäische Anerkennung des Hausarzttitels als eigenständiger Spezialarzttitel und um die Harmonisierung der gegenseitigen Anerkennung von Diplomen, Weiter-und Fortbildung in Europa. Ta sk Forces werden nach Bedarf gebildet. Diese sollen wichtige europäische oder nationaleT hemen rasch reaktivo der auch proaktivaufgreifen können. Eine vermehrtee lektronische Zusammenarbeit,e ine aktivere und interaktivereNutzung unserer Website und der rasche Austausch mitunserem PolicyAdvisor in Brüssel sind sehr wichtig, um schlagkräftig zu sein. Das Präsidium soll künftig auf ein Expertennetz zurückgreifen können, damite sb ei eiligem Bedarf innert Stunden bis Ta gen nötige Aktionen starten oder Infos platzieren kann. Die von der UEMO initiierte vermehrte Zusammenarbeitd er MedizinischenOrganisationen Europas soll weiter verstärkt und gemeinsame Ressourcen sollen genutzt werden. Die Eigenständigkeit der Hausarztorganisationen soll aber in jedem Fall gewährt bleiben. Die EU-Kommission scheint die UEMO ernster zu nehmen. So wirdd iesev ermehrt um Stellungnahmen zu aktuellenT hemen gebeten. Aktuellzum Vorgehen bei Ta bakersatzprodukten und bei der Verschreibung von Antibiotika. In verschiedenen europäischen Ländern sind jetzt Bestrebungen im Gange, die Medikamentenverschreibung an nichtärztliches Personal auszulagern. Die UEMO willunmissverständlich vermitteln, dass im Interesse der Patientensicherheit und des Erhalts der Wirksamkeit der Antibiotikan ur eine ärztliche Verschreibung, nach fachlich fundierter Anamnese und Diagnosestellung, akzeptiert werden kann.
doi:10.4414/pc-d.2011.08832 fatcat:pdfpuim6xbdr3dab3g6syys33q