Zur Theorie des Farbensinnes bei indirektem Sehen

A. Fick
1890 Pflügers Archiv: European Journal of Physiology  
Vor einiger Zeit ist von C. Hessl) auf Veranlassung von ttering ~) eine neue singehends Untersuehung tiber rien Farbensinn ira indirsktsn Sehen angestellt, und der letztere bat daran eins Kritik der von mir aufgestellten Hypothese zur Erklarung der peripheren Farbenblindheit angekutipft. Dis Polemik siner so hervorragenden Autorit~t giebt mit eine willkommene Gelegenheit, mieh aush wieder iiber diesen intersssanten Gsgenstand auszusprschen in der Hoffnung, etwas zut Aufkliirnng desselben
more » ... ng desselben beitragen zu kSnnen. H e tin g erhebt zun~chst zwei msthodisehs Bedenken gegen meine Hypothese: Er sagt: Die Young-Helmholtz'sehe Theoris ,.leitet nus dem Misehungsgesetz die Nothwendigkeit der Annahms "von drei physiologischen Variabeln (der specifisehen Energieen ,oder Erregungsn der drei Faserarten) und drei Grundempfindungen "ab. Entspreehend mtissts sic ftir die partielle Farbenblindheit, "gleiehviel ob sie die ganze Netzhaut (wie beim Farbenblinden) "oder nur sine bestimmte Zone dersslbsn (wis beim Farbenttieh-"tigen) betrifft, zwei ph~-siologisehe Variabeln und zwei Grund-,empfindungen fordern, weil sich hier alle mSglichen Liehter naeh ,der Schwerpunktsksnstruktion in siner Geraden anordnen lasssn; ,und ebenso miisste sic fur eins totaleFarbenblindheit der ~iusser-"sten Nstzhautzone der Farbentiishtigen oder der ganzen Nstzhaut ,der total Farbenblindsn nur eine solehe Variable und eins Grund-1) v. Griife's Areh 9 flir Ophthahnologie Bd. 35~ S. 1. 2) Ebenda, S. 63.
doi:10.1007/bf01789817 fatcat:zoyj6i2of5euhbm4fq2cwstl24