Konzeption patientenzentrierter Mehrwertdienste für die Deutsche Gesundheitstelematik

Sebastian Duennebeil, Ali Sunyaev, Christian Mauro, Jan Marco Leimeister, Helmut Krcmar
2009
Einleitung: Die Deutsche Gesundheitstelematik startet im Laufe des Jahres 2009 in die Testphase für Online-Anwendungen [1]. Neben den freiwilligen oder verpflichtenden Anwendungen, die von der gematik vorgegeben wurden [2], soll die Telematikinfrastruktur eine sichere Applikationsplattform für Mehrwertanwendungen bieten [3]. Diese Anwendungen können auf die zentralen und dezentralen Dienste der bereitgestellten Infrastruktur, wie Verschlüsselung oder Authentifizierung, in verschiedenem Ausmaß
more » ... schiedenem Ausmaß zurückgreifen [4]. Anbieter von Dienstleistungen oder medizinischen Geräten im Gesundheitswesen können so zukünftig ihre Produkte in die Telematikinfrastruktur integrieren. Methoden: Um Patienten Mehrwertanwendungen im Umfeld der serviceorientierten Telematikarchitektur [5] anbieten zu können, müssen die Funktionalitäten als Services realisiert werden [6]. Einzelne Services können wiederum kombiniert und orchestriert werden, um einen bestimmten medizinischen Prozess abzubilden. Möchte man zusätzlich ein medizinisches Gerät in das Angebot integrieren, muss es seinen Dienst eigenständig anbieten oder über ein lokales Primärsystem adaptiert werden [7]. Die Kombination aus Gerät und einem Dienst, der dessen Funktionalität verfügbar macht oder auswertet, bildet ein hybrides Produkt [8]. Ergebnisse: Für eigenverantwortliche Prävention und Rehabilitation von Patienten wurden Anforderungen wie Messungen und elektronische Dokumentation von Blutdruck, Gewicht, Blutzucker, Fitnessdaten, Herzkreislaufwerten erhoben [9]. Um ein manuelles Übertragen der Daten in elektronische Akten zu vermeiden, ist eine lokale Anwendung notwendig, die automatisiert Daten vom medizinischen Geräten lesen, diese in das Zielformat wandeln und über die Schnittstellen in den zentralen Dienste bereitstellen kann. Will man die Funktionalitäten des Konnektors nutzen, können diese dezentral über ein Portal des Geräteherstellers angeboten werden, der den Konnektor betreibt und die Geräte direkt über das Portal anbindet. In Fitnessstudios oder Arztpraxen können Ge [...]
doi:10.5445/ir/1000093084 fatcat:d34ba2i2pfcb7lzcenhewfnc5m