Korrelation eines hämodynamisch relevanten persistierenden Ductus arteriosus mit einer Thrombozytopenie in den ersten zehn Lebenstagen sowie die Auswirkungen einer Thrombozytopenie auf das Outcome einer Behandlung mit NSAID [thesis]

Simone Morawietz
2016
Ein persistierender Ductus arteriosus ist eine häufige Komplikation in der Frühgeborenen- Intensivmedizin. Frühgeborene welche vor der 32. Gestationswoche geboren werden, zeigen Inzidenzen für einen PDA, die zwischen 50 und 80 % liegen. Zeigt der persistierende Ductus eine hämodynamische Relevanz (hsPDA), ist mit steigenden Morbiditäten und einer erhöhten Mortalitätsrate bei diesen Kindern zu rechnen. Besonders sehr unreife Kinder (< 1500 g und < 32. SSW) sind hiervon betroffen. In der Therapie
more » ... en. In der Therapie des hsPDA werden NSAID wie das Indometacin und Ibuprofen seit den siebziger und neunziger Jahren eingesetzt. Bei erfolgloser medikamentöser Therapie wird eine operative Ductusligatur in Betracht gezogen. Trotz der jahrelangen Anwendung der Medikamente existieren jedoch keine einheitlichen Therapieregime, und all diese Therapieoptionen sind mit erhöhten Nebenwirkungs- und Komplikationsraten verbunden, welche ihrerseits die Morbiditäts- und Mortalitätsraten steigern können. Um diesen bereits schwerkranken Kindern eine schonende Therapie anbieten zu können, ist es notwendig, die Mechanismen, die zu einem dau- erhaften Verschluss des Ductus arteriosus führen, noch besser zu verstehen. Die aufeinanderfolgenden Abläufe der Verschlussmechanismen sind im Detail untersucht. In jüngster Vergangenheit mehren sich die Vermutungen, dass Thrombozyten einen nicht unerheblichen Beitrag an einem dauerhaften Verschluss des Ductus haben könnten. Dies lassen zumindest experimentelle Studien an neugeborenen Mäusen erkennen, deren anatomischer Aufbau des Ductus arteriosus vergleichbar mit denen von Frühgeborenen ist. Die vorliegende Dissertation hatte das Ziel herauszufinden, ob es eine Korrelation zwischen einer Thrombozytopenie (TZP) innerhalb der ersten 10 Lebenstage und einem gehäuften Auftreten eines hsPDA gibt. Weiterhin sollte geprüft werden, ob eine TZP das Outcome einer medikamentösen Therapie mit NSAID wie dem Indometacin und Ibuprofen beeinflusst. Hierzu wurden 368 Frühgeborene (Gestationsalter MW=27 SSW (SD±2,085); Geburtsgewi [...]
doi:10.5282/edoc.20165 fatcat:fbrytb2ibrhtreh26zcjqz2ar4